VON BORIS FELDMANN

Mit der Präzision des FC-Basel-Stürmerstars Alex Frei hat die Bâloise Versicherung unser Kursziel von 100 Franken erreicht. Nun dürfte der Börsen-Atem bis 108 Franken hinaufreichen, haussierende Börsen und leicht steigende Zinsen sind die optimale Mixtur für ein überraschend gutes Ergebnis im Anlagegeschäft. (Neu: Kursziel 108 Franken).

Eine starke Börsenwoche hat auch die Sankt Galler Helvetia-Versicherung hingelegt und mit fast 4% Kursgewinn ihren Status als unterbewertet bestätigt. Bald wird die psychologisch wichtige Marke von 400 Franken gestürmt, bevor bei 420 Franken der Umkehrschwung einsetzt. (Neu: Kursziel 420 Franken).

In bestechender vorzeitiger Playoff- Form befindet sich der Zuger Schraubenproduzent Bossard, welcher diese Woche mit einem Kursplus von 8,46% brillierte. Trotz einem Zuwachs von über 18% seit Jahresanfang wird die Aktie in Bälde unser aggressives Kursziel von 132 Franken erreichen. (Halten).

Die mittelkapitalisierte Schaffner Holding hat seit unserer Empfehlung von letzter Woche nochmals mehr als 3% hinzugelegt. Mit einer Jahresbilanz von über 110% bleibt die Firma mit stark steigendem Auftragsbestand weiterhin ein lukratives Investment, jedenfalls überzeugt mich das Management auf der ganzen Linie. (Halten).

Freude herrscht auch bei meinem Lieblingstitel im Versicherungsbereich der Swiss Life. Mit einem Wochengewinn von über 4% ist das einst «aggressive» Kursziel von 166 Franken in greifbare Nähe gerückt. Der Buchwert beträgt momentan 227 Franken, dies verspricht viel Anlegerfreude. (Kursziel: 166 Franken).

Die ostdeutsche Trägerrakete in Diensten der UBS. Oswald Grübel wird am kommenden Dienstag ein Jahresergebnis der Superlative präsentieren. Meine Schätzung lautet: 8,03 Milliarden Franken. Steuergutschriften und der deutsche Hoffnungsträger Carsten Kengetner sorgen für Hochstimmung am Paradeplatz.

Mit dem 50-jährigen Sergio Ermotti ist ein neuer Topkandidat für die Zeit nach Ossi G. als CEO aufgetaucht. Als sein Nachfolger im Kapitalmarktgeschäft bei der italienischen Unicredito mit 162 000 Angestellten hat sich der in der Schweiz sehr bekannte Lenny Fischer (Ex-Chef der Winterthur-Versicherung) positioniert. Informationen aus Mailand zufolge ist er unter den letzten drei verbleibenden Kandidaten. (Must trust made in Germany).

Die norwegischen Lachskönige von Marine Harvest werden diese Woche mit einer Dividendenerhöhung aufwarten. Der Aktienkurs steigt und steigt und eine Dividende von voraussichtlich über 9% trotz eines Kurszuwachses von 48% über die letzten 12 Monate ist schlichtweg sensationell. Da kann ich mit guten Gewissen den Schweizer Dividendenbomber Roche mit 4.62% Rendite locker auf der Seite lassen. (Halten. Norway: twelve points – Basel: zero points).

Mit der Präzision der Atomuhr des «Observatoire cantonale de Neuchâtel» präsentieren sich die Aktien der Credit Suisse auf den Frühlingsbeginn in Topform, und dies zur Freude aller zum Aktienbonus berechtigten Angestellten. Bis im März wird der CS Uetlihof Express bis auf 47 Franken hinaufklettern. Die UBS- Aktien werden in dieser Woche erstmals seit langem die 18 Franken Flughöhe in Beschlag nehmen. (Kaufen).

Stark erholt zeigen sich die Valoren der Bellevue Gruppe. Hier stellt sich weiterhin die Frage, ob im Frühjahr eine Dividende im 10%-Bereich ausbezahlt wird. Verstärkt propagiert wird das stabile Asset-Management, wo Fondsmanager Brigitte Olsen zum Shootingstar mutiert und immer mehr institutionelle Anleger anlockt. (Halten: Die Dividende lockt).

Weiterhin zu billig kommt die Schweizer Nationalversicherung daher, jedenfalls ist das Kurspotenzial trotz eines netten Vormarschs in den letzten Wochen noch nicht ausgereizt. (Kauf)

Mehr Erfolg als mit dem sich im Krebsgang befindlichen Grasshoppers hat Urs Linsi mit seinem Verwaltungsratsmandat bei der kleinkapitalisierten börsenkotierten Airesis. Der Sportartikelproduzent hat den Turnaround geschafft und sorgt für eindrückliche Gewinnzahlen in den letzten 12 Monaten.

Mehr Themen finden Sie in der gedruckten Ausgabe oder über E-Paper!