Das Blocher-Prinzip funktioniert auch an der Börse: Um satte 8,23% stieg die Aktie der Ems-Chemie innert Wochenfrist, und die Gerüchteküche brodelt. Steht die Ems-Chemie vor einem spektakulären Auftrag für die Airbag-Bestandteile eines japanischen Autogiganten? Eines ist sicher: 2015 wird zum Rekordjahr, und solange der Titel nicht die 400-Franken-Kursmauer (aktuell: 387 Franken) wieder durchbrochen hat, ist ein Kauf empfehlenswert. (Kaufen)

> Nicht zu stoppen ist das Orakel von Omaha, Warren Buffet mit seinem Beteiligungsprodukt Berkshire Hathaway (ISIN: US084670026): +26,88% seit Jahresbeginn. Nicht einmal auf die Hälfte der Rendite kommt der breit abgefasste S&P 500 Index. Einzig das UBS-Wunderprodukt auf den Russell 1000 Index kann noch Schritt halten. (Wiederholter Kauf)

> Zum Dauergast in unserer Kolumne wird Austriamicrosystems: +96,52% innert Jahresfrist, und die Erfolgsgeschichte ist noch nicht zu Ende. Hier bahnt sich etwas Grosses an. Aus der Deckung heraus werden erste Gerüchte gestreut, dass der Titel auf der Einkaufsliste amerikanischer Chip-Hersteller steht, die eine randvolle Kriegskasse haben. Trotz des fulminanten Kursverlaufs gibt es weiterhin die Möglichkeit, die Angsthasen-Strategie anzuwenden: Kauf der Aktie und gleichzeitiger Verkauf des 38-Franken-Calls auf den Juni-2015-Termin. Einkassierte Prämie auf sechseinhalb Monate: über 10%. (Angsthasen-Strategie)

> Die Strong-buy-Empfehlung der letzten Woche auf den Baarer Bauzulieferer Sika war goldrichtig: +5,66%. Der Titel ist nun aus seinem Dornröschenschlaf wachgeküsst worden. Seit Mitte Oktober 2014 sind schweizerische Investoren stetig am Zukaufen und die Meute lässt von ihrer Beute nicht mehr ab. (Halten)

> Vielleicht erinnern Sie sich an die Durchhalteparole in Sachen Great Wall Motors (2333 HK) vor drei Wochen. +11,48% ist das signifikante Resultat. Die neuesten Gewinnschätzungen machen mich zuversichtlich, dass im Jahr 2015 auch dieses Investment nach einer langen Durststrecke zu einem warmen Geldregen führen wird. (Halten)

> Das Börsenspitzenspiel zwischen dem FC Baselbiet (Actelion) und der am Zürichsee ansässigen Geberit findet auch diese Woche im Grossraum Basel statt: +1,65% zu 1,60% im Beobachtungszeitraum. Für mich liegt die Präferenz bei Actelion, für Nachzügler ist dieser Wert immer noch eine Kaufüberlegung wert. (Kaufen)

> Abschied nehmen heisst es erstmals bei der Basler Dentalgruppe Straumann: +51,48% seit dem 1. 1 .2014. Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 33.21 hat der Wert ein schwindelerregendes Niveau erreicht. Der Turnaround-Manager Marco Gadola ist zu höherem berufen. (Verkaufen)

> Ein Geniestreich gelang Martin Ebner mit seinem verfrühten Einstieg bei der Genfer Softwareschmiede Temenos: Seine Jünger, die an dieser Beteiligung innert Jahresfrist 51,08% verdient haben, liegen ihm zu Füssen. Aber ich habe Good News für Sie: Der Titel wird noch weiter ansteigen. Gerüchteweise steht eine grosse Schweizer Bank vor dem Vertragsabschluss, Ende Dezember 2014 sollte es so weit sein. (Halten)

> Mit einem Paukenschlag hat unsere letztwöchige Top-Empfehlung Givaudan ihren Einstand auf dem Börsenparkett gegeben: +3,02% – und dies trotz medialem Störfeuer. Aber keine Sorge: Im Hintergrund kaufen ein paar Grossinvestoren Schritt für Schritt neue Positionen auf. (Halten)

> Tempo wird am General-Guisan-Quai in Zürich gemacht, dem Hauptsitz der Swiss Life. Die erste Wegmarke von 232 Franken sollte in Bälde erreicht werden. Hier steht immer noch ein eklatanter Bewertungsabschlag von 26,2% zu Buche. Ich würde einen gedeckten Call mit Ausübungspreis 240 auf den Juni 2015 verschreiben. (Gedeckter Call)

> Festhalten heisst es mehr denn je beim dänischen Insulingiganten Novo Nordisk: +41,35% im Jahr 2014. Diese Spritze würde auch Ihrem Portfolio guttun, falls Sie mein Rezept noch nicht umgesetzt haben. (Kaufen für Nachzügler)

Unser Experte hat sich verpflichtet, in keinem der besprochenen Titel aktiv zu sein. Wer die Börsentipps aus dieser Kolumne umsetzt, tut dies auf eigenes Risiko. Die «Schweiz am Sonntag» übernimmt keine Verantwortung.
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