Aufgepasst in Sachen Berner Kantonalbank: Hier werden kontinuierlich Positionen abgegeben. Die wichtige Marke von 200 Franken beginnt ernsthaft zu wackeln. –17,21% über die letzten zwölf Monate. Das ist mehr als ein Warnsignal. Und der Höchststand von 265 Franken vor noch nicht langer Zeit spricht Bände. Nicht vergleichbar mit dem Kantonsrivalen Valiant, aber die Handelstätigkeit im eigenen Titel wird heute genauer beobachtet als in früheren Zeiten. Und zu guter Letzt hat der famose UBS Trendradar am 6. Juni 2014 um 11 Uhr ein Verkaufssignal ausgespuckt – mit Kursziel unter 200 Franken. (Wiederholt verkaufen)

> Der Sinkflug von Bravofly Rumbo, dem Internetreiseportal mit berühmten und einflussreichen (Alt)-Aktionären geht weiter: Minus 9,47% in dieser Woche – letzter Platz in der Hitparade an der Schweizer Börse. Schon tauchten erste bitterböse Verschwörungstheorien auf Finanzinternetplattformen auf, die innert vier Stunden – auf welchen Druck auch immer – stark abgemildert wurden. Eines ist klar, der Börsen-David, die «Schweiz am Sonntag», behielt entgegen der Empfehlung der Banken-Goliaths recht. Nicht anfreunden kann ich mich mit dem UBS-Kursziel von 52 Franken (aktuell: 39.65 Franken): viel zu hoch, notabene die weltweit höchste Kursschätzung!

> Langweilig, aber sensationell gut, der Bauzulieferer Sika, mit +5,24%. Mancher Finanzprofi schüttelte den Kopf, als ich auf einen langsamen Börsengaul setzte. Doch nun ist mancher hartgesottene Anleger mehr als verdutzt. Mit +17,79% seit dem Jahresanfang werden die hochgelobten Grossbankentitel richtiggehend in die Schranken gewiesen. Und meine Damen und Herren, hier wird Qualitätsarbeit für die Aktionäre geschaffen. (Halten)

> Kurzfristig musste ich an meine Leserschaft virtuelle Taschentücher verteilen, doch seit dieser Woche herrscht Sambastimmung bei den Anlegern von Dufry, dem weltweit grössten Dutyfree-Händler der Welt. +24,6% über die letzten zwölf Monate – oder meine Kursziele werden schneller erreicht, als die Schweizer Fussballmannschaft an der Weltmeisterschaft im Achtelfinal steht. (Halten)

> Unaufhaltsam Richtung 100 Franken: Der smarte Zulieferer der Chemie- und Biotechindustrie, die Basler Lonza, ist auf dem Weg in die Champions League: +16,67% seit dem 1. 1. 2014. Und diese Woche wird der Nachbrenner gezündet, um die 100-Franken-Marke zu durchbrechen. (Halten)

> Der einzige nennenswerte Schweizer CEO mit Hipster-Bärtchen, Philipp Mosimann von Bucher Industries, saust mit seinem Landmaschinenkonzern Richtung Börsenspitze: +35,08% innerhalb der letzten zwölf Monate. Mein langjähriger Dauerfavorit liefert Qualitätsarbeit. Neues Kursziel 322 Franken (aktuell: 303.25 Franken).

> Lieber Sergio «Fabuloso» Ermotti, seines Zeichens CEO der UBS: Weshalb hat der weltweit grösste Vermögensverwalter nicht mehr Kundengelder in das von mir entdeckte «You&US»-Wunderprodukt (ISIN: US90267L5084) auf den Russell 1000 Growth Index hineingesteckt? Meine Leserschaft ist anhand der Zahlen schlicht aus dem Häuschen: +38,59% innert Jahresfrist in einem Indexprodukt. (Halten)

> Auch in dieser Woche Nr. 1 in den mittelkapitalisierten Biotechwerten (Marktkapitalisierung: 1 Milliarde Franken oder höher) an der Schweizer Börse ist die italienische Börsenstute Cosmo Pharmaceuticals mit 1,65% oder 57,33% seit dem Jahresanfang. Da trabt mancher Branchenkonkurrent abgeschlagen im «Pas de deux» ins Ziel, während unser italienisches Rennpferd schon längst mit der Siegesschärpe umhangen ist. Und über zwei Jahre sieht die Erfolgsbilanz richtig stark aus: +528,07%. (Halten)

> Der Urner Börsenstier, die Dätwyler Holding, macht weiterhin alles richtig; +16,87% seit dem 1. 1. 2014. Immer mehr internationale Grossinvestoren entdecken die Schweizer Industrieperle. Leider müssen sie sorgsam umgehen mit diesem Zuchtbullen, denn nur eine begrenzte Anzahl von Titeln ist im täglichen Börsenhandel verfügbar. Hier gilt die alte Devise «Geduld bringt Rosen» – oder richtig viel Zaster. Einfach in kleinen Stückzahlen zukaufen, noch ist der Titel fundamental unterbewertet. (Halten)

Unser Experte hat sich verpflichtet, in keinem der besprochenen Titel aktiv zu sein. Wer die Börsentipps aus dieser Kolumne umsetzt, tut dies auf eigenes Risiko. Die «Schweiz am Sonntag» übernimmt keine Verantwortung.
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