VON BORIS FELDMANN

Marcel Ospels liebster Jünger David S. und sein treuster Vasall Hans de Gier sind die grossen Verlierer der Aufspal-tung des «grössten reinen Vermögensverwalters» der Schweiz, Julius Bär.

Während die Privatbank 2008 ein sehr achtbares Ergebnis erzielte, blieben die Resultate von GAM mehr als durchzogen und hinterlassen hinter dem einstigen Überflieger David S. ein grosses Fragezeichen.

Wir nutzen den nicht gerechtfertigten Kursfreudensprung der Börse, um uns elegant von den Bären-Aktien mit schönem Gewinn zu verabschieden (Verkauf).

Auf dem falschen Fuss erwischt wurden die einstigen Strukikönige des Genfersees, die Waadtländer Kantonalbank BCV.

Kurz vor der Aufspaltung der Bären haben sie einen Reverse Convertible lanciert, der mit Megakonditionen auftrumpft und eine sichere Wette darstellt: Valor 10 180 270 mit einem annualisierten Coupon von 16% bis zum 20. November 2009 auf die Bären-Titel ist ein klarer Kauf – die Absicherung nach unten beträgt fast 40%.

Swissquote, der führende Schweizer Onlinebroker, plant, seine Position im virtuellen Geschäft mit einer umfassenden physischen Präsenz auszubauen. Innert zweier Jahre sind rund zehn Standorte in der Schweiz vorgesehen. Die Städte Basel und Bern stehen auf der Präferenzliste an erster Stelle.

Es verging fast keine Woche, in der nicht eine der deutschen Banken ein strukturiertes Produkt auf den Markt rollte, das einen abnormal hohen Coupon offerierte, falls die Schweiz in den nächsten fünf Jahren nicht zahlungsunfähig wird.

Nun ist der schlimmste aller Fälle für die Banken aus dem Steinbrück-Land eingetroffen: Die Risikoprämien auf die Schweiz haben sich innert 1½ Monaten halbiert. Damit können die hohen Zinszahlungen, durch den Verkauf der hohen Risikoprämien aus dem CDS (Credit Default Spreads), nicht mehr generiert werden.

Jetzt erst recht muss die Steinbrück-Kavallerie Jagd auf die Schweizer Gold-Schatullen machen, um die Verluste seiner Banken, die auf einen Zahlungsausfall der Schweiz spe-kuliert haben, auszugleichen.

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