Sergio «Fabuloso» Ermotti von der UBS: +2,2% alleine diese Woche, bald hat es 20 Franken (aktuell: Fr. 19.25) «gschället» am Schweizer Börsenring. Aufgrund der bezahlten Optionsprämien komme ich auf einen Kurs von Fr. 19.88, der auf den 18. Oktober 2013 erreicht werden sollte. Wenn Ermotti seinen Spartakus Andrea Ocel mit oder ohne Bloomberg-Account endlich überzeugt, 1000 Mitarbeiter seiner überteuren Söldnertruppe in die Wüste zu schicken, wird die «Schweiz am Sonntag»-Prognose von 20 Franken per Ende 2013 kassiert. (Halten)

> Darf ich vorstellen: David Solo, 10 Millionen Jahressalär all inclusive im Jahr 2014. Der Chef des institutionellen Vermögensverwalters GAM wird vom Börsenhöhenflug seiner Firma voll profitieren: +42,5%. Noch hat die Firma keine grösseren Rückkäufe über die zweite Handelslinie getätigt, doch bis im Frühling 2014 ist alles möglich. Der Marcel-Ospel-Zögling, dessen Markenzeichen einst Turnschlappen auf dem Tradingfloor waren, wird zum grossen Abräumer im Jahr 2014. (Halten, neues Kursziel 19 Franken.)

> Super Abräumer schon im Jahre 2013: Peter Friedli, der Schweizer Venture-Capital-Spezialist mit der wechselvollen Geschichte seines einst milliardenschweren Investitionsvehikels New Venturetec, feiert das Comeback des Jahres. Seine 30,7%-Beteiligung am US-Biotechunternehmen Osiris ist über Nacht im Wert um satte 93 Millionen Franken angestiegen. Oh Wunder, auch das weltumspannende Fondshaus Blackrock hat kurz vor dem 100-%-Kurssprung zusätzliche Aktien gepostet. Zufall oder nicht, lasse ich Sie selber entscheiden.

> Peter Spuhler, Unternehmer und Ex-SVP-Nationalrat, herzliche Gratulation: +104,9% mit Autoneum in diesem Jahr. Das Kursziel von 90 Franken wurde durchstossen. Jetzt sind 94 Franken angesagt, leider möchte keiner der grossen Anleger Titel zum jetzigen Zeitpunkt abstossen. Schon der Kauf von 5000 Aktien ist ein Unterfangen, das für institutionelle Anleger fast ein Ding der Unmöglichkeit ist. Hier heisst es «alle Weile mit Peter Spuhler» – Spiel, Spass und Gewinn mit einer neuen Variante des Kinderspieles aus Ihrer Jugend. Nur gewinnen Sie hier richtiges Geld. (Neues Kursziel 94 Franken)

> Beim Basler Dentalhersteller Straumann gibt es einen urplötzlichen Kursschwenker nach oben. Die personellen Abbaumassnahmen, die wohl zu einer Reduktion der Angestelltenzahl von 12% führen werden, sorgen für einen Gewinnsprung im Jahr 2014. Die Gewinnberechnung von uns sorgte für eine Intervention der Unternehmensspitze bei den weltumspannenden Börseninformationssystemen Reuters und Bloomberg. Nun gibt es auf Ende 2013 ein Kurs-Gewinnverhältnis von 21 anstelle von ursprünglichen 61. Am 20. August 2013 kommen die nächsten Quartalszahlen heraus. Die Kursschätzungen liegen zwischen 113 Franken (Goldman Sachs) und 170 Franken (Deutsche Bank), aktuell halten wir bei 149 Franken. (Abwarten)

> Zu einem Investment der Sonderklasse entwickelt sich der Third Point Offshore (ISIN: GG00B1YQ7219), der an der Londoner Börse gehandelt wird: +34,9% seit Jahresbeginn. Das Produkt pflegt keinen herkömmlichen Anlagestil, sondern fokussiert sich auf Spezialsituationen, um Profit zu machen. Im Spitzenjahr 2009 ging es um 96,2% nach oben. Der Abschlag zum inneren Wert beträgt 15,4%. (Kaufen)

> Auf der sicheren Bank sind Sie weiterhin mit der Credit Suisse, der Nr.2 am Paradeplatz. Das Papier steigt kontinuierlich. Starke Marktkräfte sehen die Aktie bei 30 Franken (aktuell: Fr. 28.99). Einzig die «Risk Weighted Assets» sind um ein gut gefühltes Drittel höher als bei der Platzkonkurrenz, der UBS, was sich in den im internationalen Branchenvergleich sehr schwachen Basel-III-Kennzahlen widerspiegelt. Sonst überzeugt Brady W. Dougan. Und wetten, dass der US-Marathonman länger als das Jahr 2015 bei der CS bleibt – obwohl die schon arg dezimierte Schweizer Fraktion auf der obersten Führungsetage auf einen vorzeitigen Abgang gehofft und dabei eine brutale Niederlage im letzten Sommer 2012 eingefangen hat. (Halten, neues Kursziel 30 Franken.)

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Wer die Börsentipps aus dieser Kolumne umsetzt, tut dies auf eigenes Risiko. Die «Schweiz am Sonntag» übernimmt keine Verantwortung. Unser Experte hat sich verpflichtet, in keinem der besprochenen Titel aktiv zu sein.


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