American Water Works auf Höhenflug

Illustration: Nicolas Bischof

Illustration: Nicolas Bischof

Diverse US-Titel versprechen gute Renditen und werden zum Kauf empfohlen.

> Völlig durchgestartet an der New York Stock Exchange sind die Titel von American Water Works (Börsensymbol: AWK US), +29,66% seit dem Jahresanfang, und ein Ende dieses Höhenfluges ist nicht in Sicht, obwohl das Kurs-Gewinn-Verhältnis von 29,22 nicht mehr das Prädikat Börsenschnäppchen verdient. Interessanterweise sind nun auch A-Promis der Goldküstenschickeria im amerikanischen Wasseraufbereitungssektor mit im Spiel. (Halten)

> Noch mehr bin ich von Xylem (Börsensymbol: XYL US) aus dem gleichen Sektor begeistert. Das mit 8,3 Milliarden US$ bewertete Unternehmen hat mit 25,22 Punkten eine leicht tieferes Kurs-Gewinn-Verhältnis und überzeugt mit einem stärkeren Ertragswachstum. Speziell der tiefere Schuldenkoeffizient sollte die Eigenkapitalrendite der Firma auf absehbare Zeit nachhaltig verbessern. (Nachkaufen, wenn möglich)

> Der heisse Ritt beim Spezialhersteller von chemischen Produkten, der US-Firma Albermale (Börsensymbol: ALB US), hat sich gelohnt: +43,31% seit Jahresanfang. Und in Bälde wird der Titel die Marktkapitalisierung von 10 Milliarden US$ durchbrechen. Ein kleiner Tipp am Rand: Das Kurs-Gewinn-Verhältnis liegt bei weit unter 20 Punkten im Jahr 2017. Speziell die Ausweitung des Geschäftes im Bereich Lithium-Batterien könnte die Gewinne nochmals zusätzlich nach oben treiben. (Nachkaufen, wenn möglich)

> Einmal mehr kommt die Korona der heutigen Neuempfehlungen aus Amerika, es handelt sich um die Firma Knoll Inc. (Börsensymbol: KNL US) mit einer Marktkapitalisierung von 1,18 Milliarden US$. Der Büromaterialhersteller weist ein Dividendenwachstum von 325% über die letzten fünf Jahre aus. Bei einem aktuellen Kurs-Gewinn-Verhältnis von 16,12% und der sagenhaften Eigenkapitalrendite von 30,12%, ist wohl klar, weshalb ich diesen Spitzenwert hier präsentiere. Aufgepasst: Geben Sie die Kaufaufträge aufgrund der Marktkapitalisierung gestaffelt ein. (Neu auf der Empfehlungsliste, Strong Buy)

> Die zweite Neuempfehlung kommt auch aus den USA, hier spielt der Titel aber in einer anderen Hubraumklasse in Sachen Marktkapitalisierung, es handelt sich um Illinois Tool Work Inc. (Börsensymbol: ITW US) mit einer aktuellen Bewertung von 37,83 Milliarden US$. Und wenn ich von einer satten Rendite von 36,07% berichte, dann werden Sie wohl Ihren zweiten Kaufauftrag abrufen. Speziell hervorzuheben ist die Operating Margin von aktuell 21,70%. Um dem Investment ein bisschen Saft zu verleihen, würde ich gedeckte Calls mit Ausübungspreis von 105 US$ auf den Dezember-2016-Termin in Stellung bringen. (Neu auf der Empfehlungsliste, gedeckter Call, Strong Buy)

> «Atemlos» nach oben geht es mit meiner Fort-Knox-Wunderaktie aus den USA DuPont Fabros Technology (Börsensymbol: DFT US), +46,46% seit dem Jahresanfang. Keine Sorge, es handelt sich nicht um einen Pennystock, die Marktkapitalisierung beträgt stolze, 3,465 Milliarden US$. Hervorzuheben beim Datenverarbeitungsspezialisten mit eigenen Betriebsgrundstücken ist die saftige Dividendenrendite von 4,04%. Von der Bewertung her ist dieser Titel in seinem Sektor ein regelrechtes Schnäppchen. (Wiederholter Kauf, Abteilung Börsenschnäppchen)

> Verteidigen Sie die starken Gewinne beim Baselbieter Biotechchampion Actelion (Börsensymbol: ATLN VX) im Stil des legendären FC-Basel-Verteidigungshaudegens Walter Samuel aka «Il Muro» (Die Mauer) mit einem gedeckten Call mit Basis 160 Franken auf sechs Monate. (Machen Sie «Il Muro» an der Börse)

> Über die Stränge gehauen haben zwei ehemalige Geschäftsleitungsmitglieder einer Schweizer Bank mit ihrer Geschäftspraxis im Nahen Osten. Deren Vergehen setzten eine saftige Strafe der dortigen Finanzmarktaufsicht für die beiden GL-Mitglieder ab, wobei das Finanzinstitut ungeschoren davonkam. Ich wurde auf diesen Fall von meiner Leserschaft aufmerksam gemacht.

Unser Experte hat sich verpflichtet, in keinem der besprochenen Titel aktiv zu sein. Wer die Börsentipps aus dieser Kolumne umsetzt, tut dies auf eigenes Risiko. Die «Schweiz am Sonntag» übernimmt keine Verantwortung.
Mehr Themen finden Sie in unserer gedruckten Ausgabe oder über E-Paper

Artboard 1