VON BORIS FELDMANN

Trotz 50% Gewinn auf das von uns empfohlene Hammerprodukt von Julius Bär (Valor: 4979699), das auf steigende US-Zinsen setzt, sind wir letzte Woche nicht ausgestiegen und können per Freitag einen zusätzlichen Wochengewinn von 36,20% verbuchen. Aktuelles Niveau des Produkts: 186,20% des Einstandspreises. Voll im Gewinn befindet sich auch deren Produkt auf deutsche Zinsen, ein aktueller Gewinn von 57,20% und das Ende der Fahnenstange sind nicht in Sicht.

In einem vertraulichen Gespräch mit dem Julius-Bär-CEO Boris Collardi konnte sich der «Sonntag»-Kolumnist von der «Schlagkraft» und den «Visionen» des 35-jährigen «Buebel» vollends überzeugen. Die Stossrichtung ist klar: Ausbau des Asien- und des Osteuropa-Geschäfts und eine Serie von Akquisitionen stehen auf dem Menüplan des Überfliegers. Angedacht auf den allerobersten Führungsetagen wird das Projekt einer Übernahme des Clariden-Leu-Komplexes mit einem Aktientausch. Dabei würde die Credit Suisse Aktionär eines Giganten, der weltweit im Private Banking die erste Geige spielen könnte.

Spannend ist die Personalie von Anat Bar-Gera: Sie arbeitet neu im neuen Verbund von Beat Wittmanns frisch gegründeten «Dynapartners». Warum ist das spannend? Bar-Geras Mann Dov war Vorstandsvorsitzender der Austria Telekommunikationsfirma RSL – ein Synonym für Ronald S. Lauder. Lauder ist der zweite Sohn der berühmten Estée Lauder, die jeden Tag die Frauen mit ihren Lippenstiften glücklich macht. Laut Medienberichten (12. 10. 2004) aus Österreich trat Anat Bar-Geras Mann auch als Vertreter der Carlyle Group auf. Das Management der Carlyle Group ist ein Who’s who der Papa-Bush-Administration. Jedenfalls sind die Voraussetzungen gegeben, dass Wittmanns Vermögens-verwaltungsfirma schon zu Beginn zum Erfolg wird.

Die Swiss-Life-Aktien haben unsere kühnsten Erwartungen übertroffen, die Kursmauer von 100 Franken mit lautem Knall durchbrochen. Da wird gezielt gekauft, etwa vom Nachbarn am Mythenquai, der Zürich-Versicherung. Die muss sich sputen, denn bald kann der deutsche «Jägermeister» namens Talanx mit einem guten Schluck auf eine 10-Prozent-Beteiligung anstossen. In der Hitparade der deutschen Firmenjäger ist die Bâloise auf Platz 2 abgerutscht. Dafür hat das Dossier Schweiz für die Axa wieder an Bedeutung gewonnen. Immer noch zu billig kommt die Swiss Re daher, ein Kursziel von 43 Franken sollte in Reichweite sein und Warren Buffett animieren, weitere Aktien zu erwerben («must buy»).

Der Abstand zwischen der CS und der UBS wächst weiter und Brady Dougan bedient sich ungeniert bei den «Spitzenkräften» des einstigen Branchenprimus. Jedenfalls wurde unser Kursziel für die CS-Aktien (49 Franken) locker erreicht. Wie der «Sonntag» in Erfahrung bringen konnte, sind die aktuellen Resultate aus dem CS-Stall mehr als ermutigend und ein Gewinn von 6,8 Milliarden für die CS («Kauf») im Geschäftsjahr 2009 ist in Reichweite. Insbesondere der Devisenhandel brilliert zurzeit enorm.

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