Rutishauser hadert mit den Behörden. Er habe eine Nachfolgerin für Skinner gehabt. Sie sei jedoch nicht in der Lage gewesen, stets vor Ort zu sein. Das Gastgewerbegesetz schreibt vor, dass der Wirt «während der Hauptbetriebszeiten und störungsanfälliger Zeiten» anwesend ist. Rutishauser ist der Meinung, dass die Behörden diesen Passus zu eng ausgelegt hätten. In den vergangenen Wochen, in denen es geregnet habe, seien kaum Gäste im Bad gewesen. In der Woche, bevor das Restaurant geschlossen wurde, sei er viermal auf dem Gastgewerbeinspektorat gewesen, um eine Lösung herbeizuführen. Vergeblich. Rutishauser sieht sich als Opfer der Behördenwillkür. «Es ist die Realität. Besonders in kleineren Betrieben kann der Bewilligungsinhaber nicht immer vor Ort sein.» Die Hoffnung, dass das Naturbadcafé demnächst wieder öffnet, hat er nicht aufgegeben. Er stehe bereits mit einer neuen Wirtin in Kontakt.

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