2020 soll er fertig sein, der neue Baloisepark. Auf dem Areal zwischen Aeschengraben, Parkweg und Nauenstrasse entstehen drei neue Gebäude. Diesem Projekt weichen muss unter anderem das Hotel Hilton, das vor einem Jahr dichtgemacht hat. Die Baloise setzt bei den Abbruch- und Bauarbeiten auf Transparenz: Auf der Website baloisepark.ch zeigen Illustrationen auf, wann welche Arbeiten vonstattengehen.

Seit Wochen schon stehen die Abbruchbagger beim Hilton jedoch still. Während die anderen Bauten ringsherum dem Erdboden gleichgemacht wurden, hält sich ein grosser Teil des Hotelgebäudes immer noch. Es bietet einen tristen Anblick. Eine Passantin meint im Vorbeigehen: «Das sieht aus wie im Krieg!»

Vergleicht man die Illustrationen mit dem Ist-Zustand, wird schnell klar, dass sich der Abbruch um mehrere Wochen verzögert hat. Auf Anfrage sagt Baloisepark-Sprecherin Jeanine Hoppe dazu: «Die Illustrationen zum Verlauf dienen der Abbruchfirma Aregger, um die Arbeiten genauer planen zu können, und stellen keine technische Anleitung dar.» Sie räumt ein, dass die Baloise dies auf der Website «deutlicher» hätte kennzeichnen sollen. «Wir werden die Illustrationen demnach aktualisieren oder von der Website entfernen.»

Vier Wochen Verspätung
Hoppe betont, dass die Baugrube rund um das Hilton «schon weit ausgehoben» sei. Sie räumt aber ein, dass aktuell eine Verzögerung von vier Wochen bestehe. «Dies hat aber keinen Einfluss auf den Baubeginn oder den Bezug der neuen Gebäude im Jahr 2020.» Entstanden ist die Verzögerung gemäss Hoppe im Frühling. Hinter der Fassade des ältesten Gebäudes, dem Bürohaus der Baloise aus den 1950ern, ist ausserplanmässig eine Kork-Isolation gefunden worden, welche mit einer Teer-Leim-Schicht verklebt gewesen ist. Diese Schicht musste laut Hoppe mit Dampf «fachgerecht» entfernt werden. «Dies war sehr zeitaufwendig.» Schädliche Stoffen seien dabei nicht freigesetzt worden, sagt die Sprecherin.

Bald soll es dem Hilton aber tatsächlich an den Kragen gehen. Hoppe sagt, die Abbrucharbeiten würden am 29. August, in rund einer Woche, aufgenommen. «Dann knabbern die Bagger wieder. Bodeneben sollte das Gebäude dann am 6. September sein.» Es käme in dieser Zeitspanne zu vier bis fünf Nachteinsätzen. Grund dafür ist, dass der grosse Bagger von der Nauenstrasse her arbeiten und dort platziert werden muss. Dafür wird die Basler Polizei den Abschnitt Nauenstrasse/Kreuzung Centralbahnplatz in Richtung Innenstadt für den motorisierten Verkehr sperren müssen.

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