Herr Huggel, heute wählt die Schweiz ein neues Parlament. Wen haben Sie gewählt?
Beni Huggel: Wen man wählt, verrät man bei uns nicht. Klar ist, dass mich meine Eltern geprägt haben. Meine Mutter sitzt für die SP im Baselbieter Landrat, mein Vater war in der Schulpflege. Als Kind wurde ich noch zu SP-Standaktionen verknurrt.

Die SP fordert hohe Steuern. Haben Sie sich als Topverdiener nie darüber genervt, dass Sie zu viel Steuern bezahlen müssen?
Es gibt wahrscheinlich wenige, die bei der Steuerrechnung in Jubelstürme ausbrechen. Ich sehe das pragmatisch. Wenn uns in der Schweiz etwas zu stark aufregt, dann haben wir die Möglichkeit, etwas am System zu ändern.

Gibt es politische Themen, die Sie besonders beschäftigen?
Wenn man die Flüchtlingsströme in Europa anschaut, dann denkt man sich schon: Wir Schweizer sind unglaublich privilegiert. Wir debattieren oft über lächerliche Kleinigkeiten.

Wenn Sie an den Wahlkampf in der Region denken. Was bleibt haften?
Die Slogans der Ständeratskandidaten im Baselbiet habe ich im Kopf. Janiak sagt: «Ausser Ihre Stimme verpflichtet mich nichts.» Den Spruch fand ich echt gut. Ich kenne übrigens auch Janiaks Gegner Christoph Buser. Er hat 2002 ein FCB-Trainingslager in den USA organisiert. Er wirbt damit, dass er eine neue Generation vertritt. Das kann man ja nicht leugnen, wenn man das Alter von Janiak anschaut.

Wie verbringen Sie den Wahlsonntag?
Ich habe am Montag die Prüfung fürs Trainerdiplom. Viel Zeit bleibt nicht. Aber in die Elefantenrunde werde ich abends sicher reinzappen.

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