Ersatz für Margarethen: Eishalle auf dem Dreispitz

In der Arfa-Halle wird ab September für mindestens zwei Monate eine Kunsteisbahn in Betrieb genommen.

Während die Hobby-Eisläufer weiter bangen, atmen die Hockeyspieler auf: Auf der Suche nach Ersatz-Eis für die bis auf Weiteres geschlossene Kunsteisbahn Margarethen ist das Basler Erziehungsdepartement auf dem Dreispitz fündig geworden. Die Halle des ehemaligen Röhrenfabrikanten Arfa wird ab September für mindestens zwei Monate zur Trainings- und Spielstätte der regionalen Amateurteams. Simon Thiriet, Sprecher des Basler Erziehungsdepartements, bestätigt diese «Zwischennutzung» auf Anfrage. Arfa hatte seine Geschäftstätigkeit 2013 aufgegeben und die Halle in die Hände der Christoph Merian Stiftung (CMS) gegeben. Seit vergangenem Dezember steht das Gebäude leer. Thiriet sagt, dass die CMS «schnell und unkompliziert» Hand geboten habe, als der zuständige Regierungsrat Christoph Eymann und der Sportamtchef Peter Howald die Hallenbesitzerin für diese Übergangslösung angefragt habe.

Über den genaueren Inhalt des Vertrags schweigen sich die Partner aus. CMS-Sprecher Toni Schürmann betont lediglich, dass die Eistrainingsfelder inklusive Garderoben durch den Kanton finanziert würden. Zu den Kosten wollte der Kanton nichts sagen. Ob eine Nutzung über den Oktober hinaus infrage kommt, wollen weder Schürmann noch Thiriet kommentieren. Dies liesse möglicherweise Rückschlüsse auf den Zustand der Kunsteisbahn Margarethen zu – ein delikates Thema, um das Christoph Eymann einen Bogen macht, solange er im Nationalratswahlkampf steckt.

Unklar ist, ob die Kunsti in diesem Jahr überhaupt geöffnet werden kann. Aus Hockeykreisen sickert durch, dass die veraltete Ammoniak-Kühlanlage weiter Kopfzerbrechen bereitet. Bereits im Mai hatte die «Schweiz am Sonntag» berichtet, dass die Sicherheitsauflagen in den Augen des Baselbieter Sicherheitsinspektorats nicht erfüllt seien. Von gut unterrichteten Quellen ist nun zu hören, dass Eymann eine kostengünstige Sanierung der Kälteanlage anpeilt, um die marode Margarethen-Anlage noch «rund drei bis vier Jahre» weiterzuführen. Danach soll Schluss sein mit Hockey und Eislaufen im Gundeli. Näheres dazu wird die Öffentlichkeit wohl erst nach dem 18. Oktober erfahren – nach den Wahlen.

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