Auch am Morgestraich 2016 blieben nicht alle Schaufenster und Hauseingänge in der Basler Innenstadt dunkel. Zu den Lichtsündern gehörten ein paar kleine Geschäfte sowie der Schuhladen Bata am Barfüsserplatz, ein Eingang zum C&A an der Streitgasse und die Migros-Filiale Claramarkt. Sie alle wurden von Leserreportern der Gratiszeitung «20 Minuten» durch Beweisfotos entlarvt.

Beim Claramarkt brannte eine Anzeigetafel im Bereich des Eingangs an der Greifengasse – zum wiederholten Male: Bereits 2015 kam es hier zur Lichtpanne, wie die «Schweiz am Sonntag» vergangene Woche kurz vor dem Morgestraich berichtet hatte. Migros-Basel-Sprecher Dieter Wullschleger sprach von technischen Problemen, und dass in diesem Jahr jene Lichter abgedeckt würden, die aus technischen Gründen nicht ausgeschaltet werden könnten. Dass es nun schon wieder nicht geklappt hat, sei sehr ärgerlich und peinlich, sagt Wullschleger, der selber aktiver Fasnächtler ist: «Um vier Uhr beim Start des Morgestraichs brannte die Anzeigetafel noch nicht. Deshalb wurde sie auch nicht abgedeckt.» Erst gegen sechs Uhr, so habe der Techniker vor Ort berichtet, sei das Licht wieder angegangen.

Rund eine halbe Stunde lang erleuchtete die Anzeigetafel den Eingang zum Claramarkt an der Greifengasse und störte Fasnächtler sowie Besucher des Morgestraichs. Wullschleger geht davon aus, dass es an der Technik der erst kürzlich erneuerten Filiale gelegen haben muss: «Bei modernen Lichtanlagen ist alles automatisiert und technisch sehr ausgeklügelt. Früher drückte man einfach ein paar Schalter, heute ist das ein bisschen komplizierter.» Wahrscheinlich habe sich das System nach erfolgter Abschaltung selbst wieder gestartet. Warum es so lange gedauert hat, die Lichter wieder abzuschalten, erklärt Wullschleger so: «Der Techniker war gerade auf einem Rundgang, als es passierte.»

Die Migros Basel gelobt wie bereits vergangene Woche Besserung. «Wir klären nun ab, wie das schon wieder passieren konnte,» sagt Wullschleger.

Bei C&A wurden laut Sprecher Peter Gadient Massnahmen eingeleitet, damit «ein solches Missgeschick» nicht mehr vorkomme. Es sei seines Wissens das erste Mal überhaupt, dass beim Modehändler während des Morgestraichs das Licht gebrannt habe. «Wir halten uns grundsätzlich an die Vorgaben.» Auch hier führten technische Probleme zur Panne: «Die Hauptlichter waren zwar alle ausgeschaltet, aber die Zeitschaltuhr einer Notlampe hatte einen technischen Defekt und brannte weiter.»

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