Rolf Bollmann, Geschäftsführer und nach offiziellen Angaben zusammen mit Chefredaktor Markus Somm und SVP-Unternehmer Christoph Blocher Drittelsaktionär, begründet die Kapitalreduktion: «Sie bildet den Abschluss der Sanierungsbemühungen und hat das Ziel, die betrieblich nicht benötigten Mittel an die Holding weiterzugeben.» Die Gelder würden dabei nicht an die Aktionäre ausgeschüttet, sondern «für die Schuldentilgung» verwendet.

Mit der Reduktion des Aktienkapitals werden nicht nur diese Mittel frei, sondern es können auch die gesetzlichen Reserven bis auf einen minimalen Betrag von 50 000 Franken reduziert werden. Ausgeschüttet wird ausserdem ein Gewinnvortrag von 1,3 Millionen Franken, was einem Total von 8,23 Millionen Franken entspricht, die der operativ tätigen Firma entnommen werden.

Aus der Bilanz geht allerdings auch hervor, dass sich die Aktionäre das Geld zuvor bei der Zeitung besorgt haben. So besteht auf der Aktivseite mehr als die Hälfte der Bilanzsumme von 29 Millionen Franken aus einem Darlehen an die BaZ Holding beziehungsweise deren Aktionäre.

Bollmann sagt, die «Basler Zeitung» verfüge heute «organisatorisch als auch finanziell» über die richtige Grösse, «um die Zukunft erfolgreich meistern zu können». Eigene finanzielle Mittel, um etwa neue Geschäftsfelder zu erschliessen oder neue Produkte zu lancieren, gehören nicht dazu.

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