Das war die 11. Etappe

  • Bambi Der schattige Reinacher Märliwald verzauberte an diesem heissen Sommertag 52 Leserwanderer. Vor allem die 14 Kinder machten bei den 50 Holzskulpturen entlang des Weges grosse Augen: Von Schneewittchen, über Sterntaler bis zu Rotkäppchen reichen die Geschichten, die sie erzählen. Nicht dabei war Bambi. Oder doch? Ein paar Glückliche erblickten am Waldrand ein kleines Reh, das, kaum erspäht, schnell wieder in den Wald hinein huschte.
  • Klare Präferenz Die Baselbieter Landrätin Andrea Heger ging bei der Begrüssung beinahe vergessen. Dies, weil sie im Programm unter «Zeitungswanderer» aufgelistet war anstatt unter «Prominente Mitwanderer». Journalisten in Ehren: Sie bleibe lieber bei der Politik, so die EVP-lerin.
  • Vandalen Liebevoll geschnitzt sind die Märchenfiguren im Leywald. Die Künstlerinnen und Künstler steckten viel Arbeit in ihre Skulpturen. Einige Vandalen scheint das nicht zu interessieren: Immer wieder beschädigen sie die Kunstwerke oder verunstalten sie mit einem gesprayten «A» für Anarchismus. So fehlte Pinocchio die lange Nase, Schneewittchens Arm war ab und Globi wurde gleich ganz gestohlen. Da wünscht man sich glatt, dass der böse Wolf die Übeltäter holt.
  • Kleine ganz gross Wenn man schon einen Märliwald betritt, darf etwas nicht fehlen: Märli. Marianne Meyer erzählte den gwundrigen Kindern auf dem Weg drei Märchen: Der kleine Muck, Jorinde und Joringel sowie die drei Federn. Die wahren Stars waren aber Louis und Lara, die das Märchen jeweils mit einem Trompetensolo und einer Klangschale ein- respektive ausklingen liessen.
  • Chefsache Das Feuer loderte schon, als die Märliwanderer mit ihren Würsten am Ziel ankamen. Zu verdanken war das Tobias Eggimann. Der Geschäftsführer von Baselland Tourismus höchstpersönlich hatte sich extra im Voraus auf den Grillplatz begeben, um anzufeuern – und verabschiedete sich nach getaner Arbeit bereits wieder. Fast wie ein Heinzelmännchen. (mn/jug/mbr)

Märli-Frau Marianne Meyer erzählt das Märchen von Jorinde und Joringel

Es war einmal ... dieses recht unbekannte Märchen der Brüder Grimm – Kinderfragen, Vogelgezwitscher und Happyend inklusive.

Sagen Sie, wie haben Sie es mit den Märchen? 

Wir haben vier Leserwander-Familien zu ihren Geschichten rund um Geschichten gefragt. 

«Für die Märli wie jene der Brüder Grimm sind die Kinder noch zu klein. Ob sie diese irgendwann lesen, überlassen wir ihnen – erzwingen wollen wir nichts. Es gibt viele zeitgenössische Kindergeschichten, die positiver sind und keine Bösewichte darin vorkommen. Joline liebt ‹Erdbeerinchen› von Stefanie Dahle, in dem die kleine ‹Erdbeerfee› viele Abenteuer erlebt», verrät Nadine Eichmann.

Familie Eichmann aus Hochwald SO: Nadine und Marcel mit Joline (4) und Lars (3)

«Für die Märli wie jene der Brüder Grimm sind die Kinder noch zu klein. Ob sie diese irgendwann lesen, überlassen wir ihnen – erzwingen wollen wir nichts. Es gibt viele zeitgenössische Kindergeschichten, die positiver sind und keine Bösewichte darin vorkommen. Joline liebt ‹Erdbeerinchen› von Stefanie Dahle, in dem die kleine ‹Erdbeerfee› viele Abenteuer erlebt», verrät Nadine Eichmann.

Louisa und Flurina sind ganz vernarrt in die «Geschichte vom Wolf und den sieben Geisslein». «Weil die Geisslein so viel Unfug machen dürfen», sagt Louisa. Und weil junge Geisslein süss seien natürlich. Am liebsten mögen die Schwestern aber, wenn das Grosi eine Fantasiegeschichte erzählt. Manchmal kommen die beiden auch in den Erzählungen vor, etwa wenn es um Zirkusgeschichten mit grossen und kleinen Elefanten geht. Das findet Louisa dann «richtig cool».

Flurina (2) und Louisa (4) mit Mami Isabelle aus Olten

Louisa und Flurina sind ganz vernarrt in die «Geschichte vom Wolf und den sieben Geisslein». «Weil die Geisslein so viel Unfug machen dürfen», sagt Louisa. Und weil junge Geisslein süss seien natürlich. Am liebsten mögen die Schwestern aber, wenn das Grosi eine Fantasiegeschichte erzählt. Manchmal kommen die beiden auch in den Erzählungen vor, etwa wenn es um Zirkusgeschichten mit grossen und kleinen Elefanten geht. Das findet Louisa dann «richtig cool».

Matteo darf ein bis zwei Nächte pro Woche bei seinen Grosseltern schlafen. Vor dem Schlafengehen lesen Grosi Yvonne oder Grosspapi Hans-Peter dann immer eine Geschichte vor. «Das hässliche Entlein» mag Matteo besonders gerne. Ob sie das Märchen immer getreu dem Original von Hans Christian Andersen wiedergeben, sei dabei egal. «Er hört uns einfach immer zu», sagt Yvonne Jempen.

Grossmami Yvonne und Grosspapi Hans-Peter Jempen aus Othmarsingen mit Enkel Matteo (3)

Matteo darf ein bis zwei Nächte pro Woche bei seinen Grosseltern schlafen. Vor dem Schlafengehen lesen Grosi Yvonne oder Grosspapi Hans-Peter dann immer eine Geschichte vor. «Das hässliche Entlein» mag Matteo besonders gerne. Ob sie das Märchen immer getreu dem Original von Hans Christian Andersen wiedergeben, sei dabei egal. «Er hört uns einfach immer zu», sagt Yvonne Jempen.

Seit Jahren fährt der Aargauer Nationalrat mit seiner Familie nach Grächen in die Skiferien – und landen jeweils in der Märchen-Gondelbahn auf die Hannigalp. Auf diesen Fahrten hört die 11-jährige Celine dann besonders gerne «Das tapfere Schneiderlein», dessen List sie bewundert. Mama Regina bewunderte als Kind Frau Holle: «Dass sie es nach Lust und Laune schneien lassen kann, machte mir immer Eindruck.»

Familie Guhl aus Niederrohrdorf: Bernhard und Regina mit Celine (11) und Noemi (9)

Seit Jahren fährt der Aargauer Nationalrat mit seiner Familie nach Grächen in die Skiferien – und landen jeweils in der Märchen-Gondelbahn auf die Hannigalp. Auf diesen Fahrten hört die 11-jährige Celine dann besonders gerne «Das tapfere Schneiderlein», dessen List sie bewundert. Mama Regina bewunderte als Kind Frau Holle: «Dass sie es nach Lust und Laune schneien lassen kann, machte mir immer Eindruck.»

Weitere Informationen

Mehr Fotos, Videos und Anekdoten finden Sie übrigens auf unserem Leserwandern-Blog.

Auf der kommenden 12. Etappe am Donnerstag, 3. August gehts auf einer Königsetappe durchs Schwarzbubenland. Wir laufen 11 Kilometer von Fehren nach Nunningen, geführt von Wanderleiter und Nationalrat Christian Imark. Alle Infos gibts hier. 

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