Deshalb haben erstmals seit langem die KMU damit begonnen, mehr Personal abzubauen als einzustellen. Dies geht aus der jüngsten Quartalsumfrage der UBS bei rund 600 KMU hervor.
Per saldo haben zwischen Januar und März 11 Prozent der befragten Firmen Arbeitsplätze gestrichen. Im Vorquartal hatten per saldo noch 6 Prozent der Unternehmen mehr Leute eingestellt.

Sowohl bei den Dienstleistungs- als auch bei den Industriebetrieben habe sich das Geschäftsklima im ersten Quartal signifikant verschlechtert, hiess es. Die Spuren des globalen Abschwungs seien in der Industrie jedoch tiefer, denn der Preisdruck sei grösser und der Schwund der Exportumsätze sei im ersten Quartal markanter ausgefallen als bei den Dienstleistungsfirmen.

Die Aufträge aus dem Ausland sind noch stärker eingebrochen als aus dem Inland. Trotz Produktionsdrosselung und Personalabbau seien per saldo bei 46 Prozent der befragten Firmen die Auftragsvorräte geschrumpft.

"Die Rezession hat jetzt definitiv die Schweiz erreicht", sagte UBS-Ökonom Felix Brill auf Anfrage. Die Krise, die im Ausland begonnen habe, pflanze sich jetzt auch im Binnensektor fort. Auf die Dauer könnten sich auch inlandorientierte kleine und mittlere Unternehmen davon nicht abschotten.

Zwar hätten die KMU in der vorangegangenen Umfrage mit der Talfahrt gerechnet, doch seien sie von der Heftigkeit des Einbruchs überrascht worden, sagte Brill. Damals hatten per saldo lediglich 18 Prozent der Firmen einen Rückgang der Exporte erwartet, nun mussten gar die Hälfte der Unternehmen Exportrückgänge hinnehmen.

Eine Besserung ist nicht in Sicht. Die befragten Unternehmen erwarten im zweiten Quartal keine Trendwende, weil Umsätze und Gewinne ähnlich stark fallen dürften wie im Vorquartal. Allerdings werde der Druck auf die Verkaufspreise steigen. Der Personalabbau der Firmen dürfte sich verschärfen. (mz/sda)