Von Behörden des Bundes, der Kantone und der Gemeinden wurden dem Preisüberwacher insgesamt 266 Tarifvorlagen zur Stellungnahme unterbreitet. Er nahm Stellung zu 262 Meinungsäusserungen und beantwortete 211 Anfragen.

Im laufenden Jahr stehen Gebühren und Abgaben, die Preise und Tarife staatsnaher Betriebe sowie das Gesundheitswesen im Fokus des neuen Preisüberwachers Stefan Meierhans. Hauptaktionsfelder im letzten Jahr bildeten die Energieversorgung (Strom und Gas) und das Gesundheitswesen. Bei den Preisbeschwerden wiederspiegelt sich laut Preisüberwachung der "Fehlstart" der Strommarktliberalisierung, die zu starken Preiserhöhungen führte.

Bei den Beschwerden im Gesundheitswesen ging es meist um die Medikamentenpreise. Meierhans fordert, dass beim Preisvergleich der "Länderkorb" um Tiefpreisländer erweitert wird. Dringend sei eine Senkung der Margen bei den selbsdispensierenden Ärzten, die aus dem Medikamentenverkauf hohe Zusatzeinkommen erzielten.

Weitaus am meisten behördliche Tarifmeldungen und Empfehlungen des Preisüberwachers gab es zu den Spitaltaxen, den Taxen für Alters- und Pflegeheime sowie den Ärztetarifen. Es folgten Meldungen zu Wasser-, Abwasser- und Abfalltarifen.

Bei den staatsnahen Betrieben meldet der Preisüberwacher einen ersten Erfolg. So verzichten die Unternehmen des öffentlichen Verkehrs auf die per Dezember 2009 vorgesehene Tariferhöhung. Mit der Post wurde ein Massnahmenpaket vereinbart, das Konsumenten und Wirtschaft um rund 200 Millionen Franken entlasten wird.

Hinweise auf überhöhte Preise kommen oft aus der Bevölkerung und sind deshalb für den Preisüberwacher ein wichtiges Arbeitsinstrument. Neu möchte Meierhans zusätzlich die interaktiven Möglichkeiten des Internets nutzen. Er hat dazu einen eigenen Blog eingerichtet (www.preisueberwacher.admin.ch). (mz/sda)