VON ARTHUR RUTISHAUSER

Der Rauswurf der einst umworbenen amerikanischen UBS-Kunden wird immer rüder. In einem Brief an Finanzintermediäre, die UBS-Kunden vertreten, spricht die Bank Klartext: Innert 45 Tagen müssen deren Kunden ihre Bankbeziehungen zur UBS beenden. Während dieser Zeit dürfen sie nur noch darauf hinarbeiten, ihre Beziehungen mit der UBS zu beenden.

Alle andern Aktivitäten auf den fraglichen Konti würden nicht mehr toleriert, schreibt die UBS. Wenn die Konten nicht beizeiten saldiert würden, dann würden sie liquidiert – und die Kunden bekämen einen Check.

Immerhin würden auf all diesen Kontobewegungen keine Gebühren erhoben. Für die Finanzintermediäre kein Trost, denn sie verdienen damit auch nichts an den Kontoauflösungen.

Den heikelsten Punkt publiziert die UBS allerdings nur auf Anfrage. Sie zahlt die Kunden nicht aus, sondern erlaubt nur Überweisungen auf US-regulierte Konten innerhalb der UBS oder an andere Banken.

Dazu Sprecher Serge Steiner: «Grössere Beträge können nicht in Cash abgehoben werden.» Steiner bestätigt, dass die Grenze bei 50 000 Franken liegt. Die UBS beruft sich dabei auf die Geldwäschereiverordnung.

Wenn die UBS ihre Bücher den Amerikanern noch weiter öffnen muss, hat dies für den Kunden den Nachteil, dass immer eine Spur besteht, die zum verbleibenden unversteuerten Geld führt. Zudem fragt sich, wohin die Kunden ihr Geld eigentlich über-weisen sollen.

Jedenfalls sagen alle Schweizer Institute, sie würden diese Kunden abweisen. In einem Brief an die Kunden führt die UBS aus, was sie machen sollen.

Die Bank empfiehlt ihnen, sich doch gleich mit ihrem Steuer-berater an die amerikanische Steuerbehörde (IRS) zu wenden und ihr Geld zu «legalisieren». Dazu haben die USA vor Monatsfrist relativ attraktive Bedingungen geschaffen.

Wollen amerikanische Bankkunden von der Steueramnestie profitieren, müssen sie auf ihren Kapitalerträgen während sechs Jahren 35 Prozent Steuern nachzahlen. Dazu kommt ein Strafgeld, nämlich 20 Prozent des Kapitals.

Lesen Sie die ganze Geschichte in der gedruckten Ausgabe oder über E-Paper!