VON SACHA ERCOLANI

Im Januar kam der Onkel des Walliser Topmodels Alizée Gaillard (25) beim Killerbeben in Haiti ums Leben – jetzt starb auch noch ihr geliebter Papi Lucien. «Am Freitag vor einer Woche ist mein Papi leider von dieser Welt gegangen, das ist jetzt eine sehr schwere Zeit für mich», sagt Alizée traurig am Telefondem «Sonntag». Über die Todesursache des 75-Jährigen wollte sie «momentan nicht reden».

Die schöne Brünette, die als europäische Version von Angelina Jolie (35) gilt, ist jedoch total niedergeschlagen. Erst noch im Januar wurde beim schrecklichen Erdbeben das Haus der Familie komplett zerstört. «Die Situation vor Ort war dramatisch», erzählt Alizée. «Meine Halbschwester, der Halbbruder und mein Vater mussten mehrere Nächte auf der Strasse schlafen. Das Erdbeben hatte enormen Schaden angerichtet und leider auch meinen Onkel getötet.» Alizée Gaillard kennt Haiti sehr gut – und sie liebt das Land. Denn die ersten acht Jahre lebte das Model, das schon für Prada, Louis Vuitton und Cartier arbeitete und vom französischen TV-Sender M6 zum «Topmodel 2005» gewählt wurde, auf der Karibikinsel.

Dann zügelte die Mutter mit ihr und ihrem leiblichen Bruder in die Schweiz ins Walliser 300-Seelen-Dorf Euseigne. Der Vater, ein gebürtiger Haitianer, blieb auf der Insel und Alizée besuchte ihn so gut es ging beinahe jedes Jahr. «Auch diesen Sommer wollte ich zu meinem Vater. Ich bin so unendlich traurig, dass ich ihn nie wieder in die Arme schliessen kann.» Am Donnerstag flog Gaillard von ihrem derzeitigen Arbeitsort New York nach Haiti zur Beerdigung. Die findet an diesem Wochenende im engsten Familienkreis statt. Alizée: «Jetzt brauche ich viel Kraft.»

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