In der Schweiz werden Ferienbuchungen immer häufiger über das Internet getätigt. Generell sind bei der Online-Reisebuchung einige wichtige Faktoren zu beachten, um sicher, kostengünstig, unkompliziert und schnell zum gewünschten Ergebnis zu gelangen. Inka Nobel, Geschäftsführerin des Online-Reisebüros travel.ch verrät die besten Tipps für die Reisebuchung via Internet.

Bade- versus Städteferien
Nur wer annähernd weiss, was er will findet bei der Suche im Internet auch schnell das passende Angebot. Expertin Inka Nobel empfiehlt deshalb Online-Buchern, sich genügend Zeit für die detaillierte Auseinandersetzung mit den eigenen Reisewünschen und Vorstellungen sowie der passenden Destination zu nehmen. Bei Badeferien stehen am Anfang der Überlegung sicherlich die maximale Flugdauer zur Destination und die anschliessende Transferzeit zum Hotel. Geht es um erholsame Ferien am Meer, so ist die Entfernung zum Strand ein relevantes Auswahlkriterium. Darüber hinaus lohnt es sich auf inkludierte Leistungen sowie eventuell anfallende Zusatzgebühren für die Nutzung von Fitnessraum, Wellnessbereich oder Wifi zu achten.

Während bei Badeferien die Strandnähe als wichtiges Kriterium ins Spiel kommt, ist es bei Städtereisen für viele Online-Bucher die Nähe zum Zentrum oder zu wichtigen Sehenswürdigkeiten. Bei vielen Online-Reiseanbietern ist es möglich, Angebote nach der Entfernung zu einem bestimmten Ort in der Stadt zu selektieren – ob Bahnhof, Flughafen oder Sehenswürdigkeit. Wer eine Stadt einfach und bequem erkunden möchte, sollte bei der Wahl des Hotels auf die Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel achten. Für viele Kunden spielt auch mittlerweile das Thema Wifi bei einer Städtereise eine grosse Rolle. Ein kurzer Blick in die Hotelbeschreibung stellt die Gebührenfrage klar.

Kundenbewertungen lesen und schreiben lohnt sich
Die Kundenbewertung als neutraler Qualitätsindikator wird für Reisende immer wichtiger. Eine Analyse der Nutzung von Sortierfunktionen hat beispielsweise gezeigt, dass die Kundenbewertung nach dem Preis das zweithäufigste Auswahlkriterium für Kunden von travel.ch ist. „Auch die kontinuierlich steigenden Rücklaufquoten von Kundenfeedbacks zeigen, dass Kundenbewertungen als immer wichtiger empfunden werden“, so Inka Nobel, Geschäftsführerin von travel.ch. „Mehr als 40% unserer Kunden hinterlassen ihr Feedback – Tendenz steigend“.

Bei der Beurteilung der Bewertungen sollte auf die Weiterempfehlungsquote und den Bewertungsschnitt geachtet werden. Ob das Bewertungsergebnis relevant und aktuell ist, zeigt die Anzahl der abgegeben Bewertungen und die jeweiligen Eingangsdaten. Auch Angebote, die nicht die höchste Bewertungsanzahl erreichen, sollte man nicht einfach abtun. In manchen Fällen ist ein Produkt erst neu ins Portfolio aufgenommen worden. Hier lohnt es sich in jedem Fall die Einzelbewertungen anzuschauen. Bei negativen Kunden-Feedbacks wird bei seriösen Online-Reiseanbietern ein Prozess in Gang gesetzt, der etwaige Schwächen beseitigen und so zu einer Qualitätsverbesserung führen soll. Kundenbewertungen lesen – und schreiben – lohnt sich also.

Angebote vergleichen
Die Vorteile von Reisevergleichsportalen im Internet liegen – im Hinblick auf Produkt- und Veranstaltervielfalt – in der Angebotsbreite. Um einen ersten Überblick zu bekommen, lohnt es sich, bei verschiedenen Anbietern die gleiche Destination und Reisedaten abzufragen. Der eigentliche Vergleich macht aber erst Sinn, wenn man das passende Angebot gefunden hat. Neben dem Preis ist auch ein Vergleich der Storno- und Zahlungsbedingungen ratsam. Der Blick in die AGBs ist wichtig und es lohnt sich, bei der Gegenüberstellung die Buchungsschritte bis zur definitiven Buchung durchzugehen, um eventuelle Zusatzgebühren (z.B. für die Zahlung mit Kreditkarte) zu identifizieren. Grundsätzlich sind alle Online-Reiseanbieter verpflichtet, mindestens eine kostenfreie Zahlungsart anzubieten. Die Kreditkartenzahlung wird im Regelfall von allen Portalen angeboten, ob gratis oder gegen Gebühr. Die Zahlung auf Rechnung ist nicht immer möglich.

„Angebotssuchende sollten ausserdem darauf achten, dass das gewählte Online-Buchungsportal Mitglied im Schweizerischen Reisebüroverband und im Reisegarantiefonds ist“, empfiehlt Nobel. Beide Mitgliedschaften gelten als anerkanntes Qualitätsmerkmal in Bezug auf fachliche Kompetenz und Kundengeldsicherung. Oftmals stellt sich bei einer Reisebuchung die Frage, ob man Flug und Hotel einzeln oder als Pauschalangebot buchen soll. Hier müssen Reisende wissen, dass beim kombinierten Verkauf von zwei Leistungen das sogenannte Pauschalreisegesetz nach Schweizerischem Reiserecht greift. Der Online-Anbieter tritt in diesem Fall als Veranstalter auf und ist beispielsweise zur Bereitstellung einer 24-Stunden-Notfallnummer verpflichtet. Ausserdem ist er gegebenenfalls für die Abhilfe von Mängeln vor Ort verantwortlich.

Ein Klick ist so verbindlich wie eine Unterschrift im Reisebüro
Ist das passende Angebot gefunden, sollte schnellstmöglich gebucht werden, da die Online-Reisebüros tagesaktuelle Preise der einzelnen Produktpartner anbieten, die sich jederzeit ändern können. Hektisches Buchen ist dennoch zu vermeiden. So mancher Online-Bucher hat schon einmal die Erfahrung gemacht, dass zu schnelles Vorgehen oder unüberlegte Klicks zu Fehlern führen können.

Darum gilt es, vor der definitiven Buchung die Zusammenfassung der Informationen genau zu prüfen: Die Passagierdaten müssen zwingend wie im Reisepass angegeben werden. Eine nachträgliche Namens- oder Datenänderung ist im Regelfall mit Kosten verbunden, da die Ticketausstellung unmittelbar nach Buchung erfolgt. Auch die je nach Land unterschiedlichen Einreisebestimmungen bezüglich Reisepass und Visum sollten rechtzeitig vor der Buchung geprüft werden. Mit der Buchung akzeptiert der Kunde die AGBs des Online-Reiseanbieters. Wichtig ist, sich bewusst zu sein, dass der Klick für die definitive Online-Buchung ebenso verbindlich ist, wie die Unterschrift im Reisebüro.

Die Kontaktdaten des Online-Reiseanbieters, inklusive Rufnummer und Emailadresse, sollten auf der Website klar ersichtlich sein. Bei Fragen, Unsicherheiten oder technischen Schwierigkeiten sollte diese Möglichkeit zur direkten Kontaktaufnahme sofort wahrgenommen werden. Sofern der Anruf mit Kosten für den Kunden verbunden ist, müssen diese deutlich ausgeschrieben sein.

Ob ausgebildete Reisefachleute die Kunden dann letztendlich beraten hängt vom Qualitätsanspruch des Anbieters ab. „Bei travel.ch achten wir sehr auf eine ausführliche telefonische Beratung unserer Kunden, die sich im Zuge ihrer Online-Buchung mit Fragen an uns wenden. Dieser Service durch professionelle Reiseexperten wird auch von unseren Kunden besonders geschätzt“, so Inka Nobel.