VON FLORENCE VUICHARD

Die Zahl der Schweizer Aktionäre steigt, die sich an der amerikanischen Sammelklage gegen die UBS anschliessen wollen: Auch Swisscanto, das Gemeinschaftsunternehmen der Kantonalbanken, prüft eine Beteiligung.

«Noch ist unklar, ob sich Schweizer Aktionäre überhaupt an einer Sammelklage in den Vereinigten Staaten beteiligen können. Bezogen auf die UBS ist somit eine Teilnahme von Swisscanto in Prüfung», sagt Firmensprecher Roman Kappeler auf Anfrage und ergänzt: «Wir lassen dies durch eine spezialisierte Anwaltskanzlei prüfen.» Wie lange diese Prüfung dauern wird, kann Kappeler derzeit nicht sagen.

Bereits Interesse an der US-Sammelklage angemeldet haben die Anlagestiftung Ethos sowie der Verein nachhaltiger Aktionäre Actares. Ethos-Chef Dominique Biedermann bezeichnete die Teilnahme an der Sammelklage gegenüber der «NZZ am Sonntag» als «treuhänderische Pflicht».

Denn im Erfolgsfall – in der Regel ein Vergleich zugunsten der Sammelkläger – wären die Schweizer Aktionäre gleich doppelt benachteiligt: Erstens erhielten sie kein Geld, zweitens müssten sie noch indirekt dafür bezahlen. Denn die Rechnung wird bei einem Vergleich von der UBS bezahlt, also von der Firma und nicht von der ehemaligen UBS-Führungsriege um Marcel Ospel, Peter Wuffli oder Marcel Rohner.

Kein Thema ist die US-Sammelklage für den AHV-Fonds. «Wir haben das im Verwaltungsrat nicht traktandiert», sagt AHV-Fonds-Präsident Marco Netzer.

Die Sammelklage gegen die UBS wurde ursprünglich im Sommer 2008 von der Pensionskasse der Polizei und Feuerwehr der Kleinstadt Pontiac in Michigan lanciert. In der Zwischenzeit haben sich bereits mehrere institutionelle Anleger angeschlossen.

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