Im E-Mail ans Personal schreibt die Swiss nun: "Leider müssen wir Ihnen mitteilen, dass wir dieses Jahr sowohl von einer freiwilligen Weihnachtszahlung als auch von Geschenken absehen müssen." Man werde 2012 zwar einen Gewinn ausweisen, der aber trotz rekordhohen Passagierzahlen und Auslassungen angesichts der in den kommenden Jahren anstehenden Investitionen mehr als unzureichend sei. Damit meint die Swiss nicht zuletzt die anstehende Erneuerung ihrer Langstreckenflotte, welche die Airline mehrere Milliarden Franken kosten wird.

Im Mail heisst es weiter, man habe sich zwar besser als viele europäische Wettbewerber geschlagen, "aber wir konnten uns nicht der akuten Krise der gesamten europäischen Airline-Industrie entziehen." Schliesslich sei der Gewinnrückgang gegenüber dem Vorjahr in den ersten neun Monaten um über ein Drittel auf 185 Millionen Franken zurückgegangen. "Im letzten Quartal des Jahres wird absehbar keine Trendwende gelingen, die Konjunkturaussichten haben sich zudem weiter eingetrübt." Sollte das Unternehmensergebnis in Zukunft wieder deutlich über den Erwartungen liegen, wolle man auch künftig an der ausserordentlichen Weihnachtszahlung festhalten. Immerhin: Die Swiss-Weihnachtsparty wird nicht abgesagt.