2016 nimmt Swiss-Chef Harry Hohmeister die neuen Boeing-777-300er-Maschinen für die Langstreckenflüge in Empfang. Die Boeing-Flugzeuge sind deutlich grösser als die bisherigen Airbus-Maschinen der Swiss. Doch die Bestuhlung wird wohl weiterhin relativ eng bleiben. Gegenüber dem Branchenblog Apex sagte Hohmeister kürzlich im Rahmen der jährlichen Generalversammlung des Aviatik-Dachverbandes Iata in Kapstadt, Südafrika, dass er zu einer 10er-Bestuhlung tendiere.

In der Economy-Klasse der «Triple 7» herrscht normalerweise entweder eine 3-3-3, 2-5-2 oder 3-4-3-Bestuhlung. Airlines wie Emirates, Air France, KLM, American Airlines und die brasilianische TAM haben sich für die 3-4-3-Variante entschieden. British Airways, Singapore Airlines, Thai Airways und Qatar Airways hingegen für das grosszügigere 3-3-3-Modell. Gegenüber dem Blog sagt Hohmeister: «Effizienz ist der einzige Weg um den (Kosten-)Druck auszugleichen.» Die meisten Airlines hätten eine 10er-Bestuhlung und würden damit ein gutes Produkt anbieten. Zudem werde es weiterhin in jedem Sitz ein «In-Flight-Entertainment» geben, also einen persönlichen Videobildschirm.

Bei der Medienstelle der Swiss heisst es, ein definitiver Entscheid zur Bestuhlung der Boeing-Maschinen stehe noch aus, könnte aber am Ende des Jahres gefällt werden. Zurzeit befände sich das Projekt in einer Evaluationsphase und verschiedene Optionen würden analysiert, insbesondere im Hinblick auf die Zertifizierung der Hersteller. Fakt ist, dass die Swiss bei einer guten Auslastung die Einnahmen mit einem zusätzlichen Stuhl pro Economy-Reihe pro Flug um mehrere zehntausend Franken erhöhen könnte.

Ab 2016 setzt die Swiss auf den Langstrecken-Flügen sechs Boeing 777 ein, welche die Airbus-340-Maschinen ablösen werden. Die Swiss investiert dafür 1,5 Milliarden Franken.

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