Innerhalb von zwanzig Jahren hat sich das Verkehrsaufkommen auf Schweizer Strassen verdoppelt – zugleich aber ist die Zahl der tödlichen Unfälle massiv zurückgegangen. Das zeigen neue Zahlen des Bundesamts für Strassen (Astra), die am Dienstag veröffentlicht werden und die der «Schweiz am Sonntag» bereits vorliegen. Die wichtigsten Details:

> Autofahren ist sicherer denn je: 2012 starben noch 104 Menschen, die im Auto unterwegs waren, das sind 15 weniger als im Vorjahr. Zum Vergleich: 1980 starben noch 595 Autofahrer, 1990 waren es 469. Die Statistiker beobachten einen kontinuierlichen Rückgang – vor allem wegen des technologischen Fortschritts der Autoindustrie, aber auch wegen neuer Sicherheitsvorschriften.

> Fussgänger leben gefährlich: Zwar liegt die Zahl der tödlich verunglückten Fussgänger mit 75 auch deutlich tiefer als 1990 (da waren es 172), aber seit dem Jahr 2005 hat sich die Sicherheit nicht mehr verbessert. Diese Zahl ist seither nicht mehr rückläufig, im Gegensatz zur Zahl der getöteten Autofahrer. 2012 verloren gar 6 Fussgänger mehr das Leben als im Vorjahr.

> Mehr Todesfälle bei Töfffahrern: Ähnlich wie bei den Fussgängern ist der Trend auch bei Töfffahrern. Im letzten Jahr starben 74 auf der Strasse, 6 mehr als im Vorjahr. Auch hier ist seit 2005 kein Trend nach unten mehr feststellbar.

Erfreulich ist jedoch, dass im Jahr 2012 insgesamt so wenige Menschen im Verkehr getötet wurden, seit eine verlässliche Statistik geführt wird: Noch 311 Menschen verloren ihr Leben (Vorjahr: 320). Zählt man indes die 28 Toten des Carunfalls im Wallis dazu, liegt die Gesamtzahl leicht höher.

Das Bundesamt für Strassen ist besorgt über die Entwicklung der tödlichen Fussgänger- und Töffunfälle. Es hat den Kantonen eine Wegleitung geschickt, die zeigt, wie die Sicherheit der Motorradlenker verbessert werden kann. Technische Fortschritte an Autos wiederum sollen Fussgänger besser schützen: ETH-Professor Anton Gunzinger hat ein System entwickelt, das Fussgänger erkennt und automatisches Bremsen auslöst.

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