In diesen Tagen überschreitet die Schweiz die Grenze von 8 Millionen Einwohnern. Nun sagt Maria Lezzi, Direktorin des Bundesamts für Raumplanung (ARE), wie es um den Platz in der Schweiz steht: Es gebe heute Baulandreserven für 1,4 bis 2,1 Millionen zusätzliche Einwohner. «Für diese Flächen braucht es keine Einzonungen, keine Entscheide einer Gemeindeversammlung und keine Genehmigung durch den Kanton mehr», sagt sie im Interview.

Aus Sicht des Bundes seien Kurskorrekturen in der Raumplanung nun «dringend nötig». Es gehe darum, die Standortvorteile und Qualitätsmerkmale der Schweiz zu wahren. Setze sich das Siedlungswachstum ungebremst fort, verkämen weite Teile der Schweiz zu einem gesichtslosen Siedlungsbrei, sagt Lezzi: «Dies beeinträchtigt nicht nur die Lebensqualität, sondern auch handfeste wirtschaftliche Interessen, etwa im Tourismus.»

Neben den Kantonen habe auch der Bund in der Raumplanung Fehler gemacht, räumt Lezzi ein. Sie setzt nun auf das neue Raumplanungsgesetz, das vor der Sommerpause vom Parlament verabschiedet wurde. Damit erhält der Bund die Möglichkeit, Kantone zu sanktionieren, die zu wenig gegen ungebremstes Wachstum tun. «Ziel ist es, die Zersiedlung zu bremsen.»

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