VON SACHA ERCOLANI

Bis zu diesem Sommer war die deutsche Tennislegende jahrelang Mitglied des Luzerner Elite-Golfklubs Lucerne Golf Club. Für den 1925 gebauten 18-Loch-Platz auf dem legendären Dietschiberg herrschen strenge Aufnahmeprozeduren – ein Beitritt kostet mindestens 50000 Franken und dazu zahlt ein Golfer jährlich noch 2800 Franken Mitgliedschaftsgebühr.

Gemäss einem Insider soll Boris Becker (42) dem Club noch mehrere tausend Franken an Gebühren der letzten Jahre schulden. Auf Anfrage hält sich klub-Präsident Ulrich Fässler aber vornehm zurück: Boris Becker sei seit dieser Saison nicht mehr Mitglied, sagt Fässler kurz angebunden.

Bisher ist gemäss Recherchen aber in keinem Protokoll vom Austritt des dreifachen Wimbledon-Siegers zu lesen und über Beckers offene Rechnungen wird im Klubhaus schon länger getuschelt.

Dass man sich beim renommierten Lucerne Golf Club bedeckt hält und nichts mehr an die Öffentlichkeit gelangen soll, ist kein Zufall: 2009 hatte der Klub für die Sanierung seiner Anlage 80000 Franken aus dem Sport-Toto-Fonds zugesprochen erhalten – diese Subvention stiess landesweit auf grosse Kritik und brachte Negativ-Schlagzeilen. Wie viel Boris Becker also den Luzernern genau schuldet und ob man das Geld abschreibt oder per Rechtsweg einfordert, bleibt offen.

In St. Moritz ist das anders: Pfarrer Brent Fisher (69), der Boris und Lilly (34) Becker im Juni vor einem Jahr traute, fordert das Honorar für seinen Segen per Klage vor Gericht ein. Im Interview mit der «Bild»-Zeitung wehrte sich der Ex-Tennis-Star diese Woche: «Es geht mir nicht ums Geld, sondern ums Prinzip.

Es kann doch nicht sein, dass er, nur weil ich prominent bin, im Nachhinein das Vielfache verlangt», so Becker. Beckers Sprecherin Kathrin Schira wollte gegenüber dem «Sonntag» zu den neuen Schuldenvorwürfen keine Stellung nehmen.

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