VON SACHA ERCOLANI

Er gehört zu den beliebtesten Komikern des Landes – die Bühnenshows von Marco Rima (49) sind seit Jahren ein Dauerrenner und meist ausverkauft. Doch mit seinem aktuellen Film «Liebling, lass uns scheiden», in der Rima einen Hausmann im mittleren Alter spielt, dessen Frau sich von ihm trennen will, lockte der Publikumsliebling zu wenig Zuschauer in die Schweizer Kinos: Gemäss Recherchen kauften sich nur gerade einmal knapp 47000 Personen ein Ticket der Weihnachtskomödie.

«Wie ich Marco kenne, wird er sehr enttäuscht sein», sagt sein Manager René Tanner. «Er hat sich schon mindestens 100000 Zuschauer erhofft.» Kein Wunder, denn der Familienvater ist erfolgsverwöhnt: Sein vorletztes eigenes Kinoprojekt «Handyman», war mit über 200 000 verkauften Tickets ein absoluter Kassenschlager. Und auch in der Hautrolle der RS-Komödie «Achtung, fertig, Charlie», wollten ihn mehr als 560 000 Zuschauer sehen.

2009 kam jedoch die erste Rima-Kinokrise: Sein Film «Champions» lag mit 45000 verkauften Tickets, weit unter allen Erwartungen. Marco Rima weilt derzeit in den Ferien und ist für eine persönliche Stellungnahme nicht zu erreichen. Manager René Tanner: «Marco hat sehr strenge Monate mit vielen Projekten hinter sich, dieses Jahr will er es etwas ruhiger angehen und auf Reisen viel Zeit mit seiner Familie verbringen.» Er komme in den nächsten Wochen nur kurz nach Hause, verreise dann aber gleich wieder mit Frau Christina (37) und Töchterchen Malea (2) für längere Zeit nach Südafrika und Neuseeland. Ein neuer Kinofilm sei derzeit nicht geplant.

Der ehemalige Primarlehrer aus Zug hat aus seinen Fehlern gelernt: Vor fünf Jahren hatte Rimas Körper wegen zu viel Stress rebelliert, und er musste nach einer Vorstellung in Deutschland notfallmässig ins Spital. «Ich habe mit ‹No Limits› 140 Vorstellungen in Deutschland und der Schweiz absolviert.

Die Dreharbeiten zum Film Handyman fanden dazwischen statt. Bei den letzten Drehtagen gab es aber Überschneidungen. Ich hatte abends Vorstellungen auf der Bühne und in der Nacht dann auch noch Filmdrehs. So kommt man irgendwann an einen Punkt, wo der Körper rebelliert», so Marco Rima damals. «Ich und mein Management müssen künftig genauer planen und aufpassen, dass es keine Überschneidungen in der Terminplanung gibt.»

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