Das Lebenswerk des Motorsport-Pioniers Peter Sauber ist in Gefahr. Es gibt nicht nur die Betreibungen von 1,2 Millionen Franken gegen die Firma Motorsports AG, die diese Woche bekannt wurden. Nein, auch gegen eine weitere Sauber- Firma, die Aerodynamik AG, laufen drei Zahlungsbefehle in der Höhe von 1,5 Millionen Franken, wie aus der Wirtschaftsdatenbank Teledata hervorgeht. Die Betreibungen summieren sich also auf 2,7 Millionen Franken – doppelt so viel wie bisher bekannt. Bei der Aerodynamik AG handelt es sich um den ganzen Stolz von Peter Sauber: Den Windkanal, in dem seine Rennautos auf ihre Aerodynamik getestet werden.

Diese Forderungen sind jedoch nur die Spitze des Eisberges. Deutsche Medien berichteten gestern, die Schulden des Sauber-Rennstalls würden zwischen 90 und 120 Millionen Franken betragen.

Recherchen der «Schweiz am Sonntag» haben ergeben: Für eine nachhaltige Rettung der Unternehmen braucht es 180 bis 200 Millionen Franken. Doch es gibt Hoffnung. Zwei seriöse Investoren zeigen Interesse, bei Sauber einzusteigen. Dabei handelt es sich weder beim einen noch beim anderen um den ominösen russischen Interessenten, der diese Woche durch die Medien geisterte. Die Investoren verlangen noch einen vertieften Einblick in die Bücher.

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