VON PATRIK MÜLLER

Firmengründer Otto Ineichen (69) hat das Verwaltungsratspräsidium Mitte dieser Woche an seinen Sohn Mark (39) übergeben. «Es ist der richtige Zeitpunkt für die Stabübergabe», sagt Otto Ineichen zum «Sonntag». Sein ältester Sohn mache als Chef einen «hervorragenden Job» und solle nun nach 10-jähriger operativer Führung auch die strategische Führung übernehmen.

«Er hat bewiesen, dass er es kann. Und zudem hat es den Vorteil, dass ich mich auf meine politische Tätigkeit konzentrieren kann», sagt Ineichen. Mark Ineichen sagt: «Ich freue mich auf die Herausforderung, die umso spannender wird, als der Markt durch die Expansion von Aldi und Lidl hart umkämpft ist. Wir werden gefordert sein, immer wieder neue Nischen zu suchen und uns neu zu erfinden.»

Otto Ineichen hat das Unternehmen 1978 gegründet und es trägt bis heute zumindest seinen Vornamen, nachdem es ursprünglich «Otto’s Schadenposten» und dann, bis 1999, «Otto’s Warenposten» hiess. Ineichen gründete es im Sommer 1978, nachdem ein Unwetter im Tessin die Waren eines Einkaufszentrums beschädigt hatte.

Er erwarb alle Warenbestände und baute so den «Schadenposten» auf, der zu einer eigentlichen Erfolgsstory im Schweizer Detailhandel wurde. Heute zählt Otto's 104 Filialen, erwirtschaftet einen Umsatz von über 600 Millionen Franken und beschäftigt 1650 Mitarbeiter.

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