VON OTHMAR VON MATT

Olympische Winterspiele wären «eine riesige Chance für ein Wintertourismusland wie die Schweiz», sagt Bundesrat Ueli Maurer im Interview: «Um Ansehen zu gewinnen, um Infrastrukturen zu bauen.» Natürlich müssten verschiedene Bedingungen erfüllt sein. «Die Schweiz müsste hinter einem Projekt stehen und wir müssten sehr schnell entscheiden, damit wir die Infrastrukturen vorziehen könnten.» Maurer bringt mit Genf, Graubünden und Andermatt drei Projektideen ins Spiel.

Auf diese klaren Aussagen haben die Vertreter der Projekte, die bislang nicht an die Öffentlichkeit gingen, gewartet. Weit fortgeschritten ist eine Bündner Kandidatur mit St. Moritz und Davos. «In St.Moritz könnten alle Ski-, Bob-, und Skeleton-Wettbewerbe stattfinden», sagt Initiant Tarzisius Caviezel, FDP-Nationalrat und Verwaltungsratspräsident des HC Davos. «Und in Davos alle nordischen Wettbewerbe und die Eishockey-Spiele. Bei uns sind die grundsätzlich benötigten Infrastrukturen bereits vorhanden.»

Auch eine Genfer Kandidatur – zusammen mit den Kantonen Wallis und Waadt – nimmt Formen an. Staatsrat Mark Muller hat bereits den Ex-EuroDelegierten Benedikt Weibel via Mandat eingebunden und mit ihm Vancouver besucht. Spiele in Genf und Umgebung seien «absolut machbar», sagt Muller. Sehr interessiert zeigt man sich auch in der Gotthard-Region, etwa im Umfeld des Unternehmers Samih Sawiris.