VON OTHMAR VON MATT

Der ehemalige SP-Bundesrat Moritz Leuenberger steigt nicht nur bei Implenia und bei der Swiss ein. Er hat auch ein Mandat als internationaler Vermittler in Aussicht. «Ich werde allenfalls internationale Mandate im Verkehrsbereich übernehmen können», sagt Leuenberger. «Es geht unter anderem um Schiedsrichtermandate bei Konflikten von europäischen Staaten.»

Es sei durchaus auch im Interesse der Schweiz, wenn ein Schweizer in solchen internationalen Fragen eine Rolle spiele, betont Leuenberger. Seine Mandate bei Implenia und im Swiss-Stiftungsrat verteidigt Leuenberger. «Ich bin nicht damit einverstanden, dass Sozialdemokraten nur in der Oper, der sozialen Wohlfahrt und in der Kultur Platz haben, Freisinnige aber automatisch in der Wirtschaft.»

Er habe damit gerechnet, dass man über seine Jobs diskutiere. «Aber ich bin nicht im Pensionsalter. Ich darf doch noch arbeiten», sagt Leuenberger. «Ich stand immer dazu: Ich will politischen Einfluss nehmen. Politik geschieht nicht nur in Regierung und Parlament. Alle Bürger haben politische Verantwortung, wo und was sie immer arbeiten.»

Die Kritik, er habe sich die Mandate bereits während seiner Amtszeit ergattert, dementiert er vehement: «Das muss ich absolut und mit aller Klarheit zurückweisen. Das ist eine Unterschiebung.»

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