VON SACHA ERCOLANI

Von der Schülerin zum Topmodel: Die 16-jährige Julia Saner gewann am vergangenen Sonntag den begehrtesten Model-Wettbewerb der Welt – den Elite Model Look of the World. Dank ihrem Sieg im Badeort Sanya (dem chinesischen Hawaii) hat sie einen Zweijahresvertrag bei Elite mit einem Garantieeinkommen von umgerechnet 160 000 Franken!

Die Karrieren der Topmodels Cindy Crawford oder Naomi Campbell begannen gleich. Betreut wird die schöne Julia von ihrer Entdeckerin Ursula Knecht, Inhaberin der bekannten Schweizer Modelagentur Option Models.

Über den Sieg der Bernerin hat sich aber vor allem auch Jürg Marquard (64) gefreut – seine Investition scheint sich langfristig auszuzahlen. Im Frühling vor zwei Jahren kaufte er 50 Prozent der Rechte des renommierten Model-Wettbewerbs Elite Model Look Schweiz. Die Marquard Event Promotion AG ist seither auch Co-Veranstalterin des glamourösen Events – und Partner der Carré Event AG von Oliver Höner (Art on Ice).

«Seit der Beteiligung geht es stetig bergauf mit dem Event, das Ganze gewinnt immer mehr an nationaler Ausstrahlung und ist für Sponsoren sehr interessant», schwärmt Max Sieber, Verwaltungsratsmitglied der Marquard Event Promotion AG.

«Wir sind sehr zufrieden mit dem Geschäftsverlauf der letzten zwei Jahre.» Der erfolgreiche TV-Produzent («Teleboy», «Benissimo» etc.) machte möglich, dass der Elite-Schweiz-Final nun jedes Jahr jeweils live am Fernsehen auf PRO 7 übertragen wird. Zudem agiert Sieber als Regisseur.

Der Elite Model Look gewinnt an Zuschauern, Sponsoren und mit dem sensationellen Sieg von Julia Saner wohl weitere lukrative Werbeverträge. Jürg Marquard, Herr über zahlreiche internationale Hochglanz-Magazine wie unter anderem «Cosmopolitan» oder «Joy» kann seinen Einfluss spielen lassen und kassiert selbstverständlich mit.

Und er hat weitere Pläne und Visionen: «Nach dem Erfolg in der Schweiz würde ich den Elite Model Look Contest gerne auch in Deutschland gross herausbringen», sagt Jürg Marquard, der mit seinem Hochglanzmagazin «Cosmopolitan» bereits Partner beim ProSieben-Quotenknüller «Germany’s Next Topmodel» ist.

Anders sieht es derzeit bei der Miss-Schweiz-Organisation von Christoph Locher (57) aus: Das Interesse an der Miss-Wahl fällt, die stärkste Schweizer Boulevard-Zeitung «Blick» ignoriert die Missen, die Zuschauerquote sinkt – die Einnahmen der Schönheitskönigin ebenfalls. Seit 2006 schauen rund 300 000 weniger zu, wenn das Krönchen die Besitzerin wechselt. 2008 erreichte die Quote einen historischen Tiefstand von 649 000 Zuschauern.

Kritiker monieren, die Show sei langweilig und stets nach dem gleichen Strickmuster aufgezogen: drei Catwalk-Durchläufe der Kandidatinnen, gemischt mit Filmporträts derselben sowie Auftritten von Musikformationen.

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Foto: Manuel Fischer