Mexikos Präsident Felipe Calderón rief seinen Gast auf, ein "neues Zeitalter" der Beziehungen zwischen beiden Ländern einzuläuten, das auf der "geteilten Verantwortung" im Anti-Drogen-Krieg basieren müsse.

Die USA und Mexiko müssten gemeinsam daran arbeiten, Nordamerika von Terrorismus und organisierter Kriminalität zu befreien, sagte Calderón, nachdem er Obama in seiner Residenz in Mexiko-Stadt empfangen hatte.

Zugleich sprach er sich für den Ausbau der Wirtschaftsbeziehungen zwischen beiden Ländern aus. "Mexiko benötigt amerikanische Investitionen, und die USA benötigen die mexikanischen Arbeitskräfte", sagte Calderón. Ausserdem bat er den US-Präsidenten um eine "gerechte und umfassende" Einwanderungspolitik.

Obama war am Donnerstag zu seinem ersten Besuch im Nachbarland Mexiko eingetroffen. Am Vortag hatte er die mexikanischen Drogenkartelle Sinaloa, Los Zetas und La Familia Michoacana auf eine Drogenhandelsliste der USA setzen lassen, die finanzielle Sanktionen gegen diese Gruppen oder in ihrem Namen agierende Personen ermöglicht.

Mexikos Sicherheitskräfte liefern sich seit Monaten blutige Kämpfe mit den Rauschgiftkartellen, die inzwischen auch in den USA aktiv sind. Seit Anfang 2008 starben in Mexiko rund 7000 Menschen bei gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen Kartellen und Sicherheitskräften. (mz/sda)