VON SACHA ERCOLANI

Frauenschwarm Carlos Leal hat den Sprung vom erfolgreichen Rapper zum Schauspieler definitiv geschafft. Nun will der charismatische Westschweizer dieses Jahr in beiden Sparten Erfolge feiern. Zum 20-Jahr-Jubiläum der Erfolgsband Sens Unik hat die Gruppe neu zusammengefunden und will ab Frühling ein Comeback geben. Im April erscheint vorab bereits ein «Best of Album» mit zwei neuen Liedern und ab Mai soll es dann auch schweizweit Konzerte geben. Leal: «Ich kann es kaum erwarten, wieder auf der Bühne zu stehen.»

Seine Karriere als Schauspieler will Carlos Leal aber keineswegs aufgeben. Im Gegenteil, ihn zieht es jetzt nach Hollywood. Dafür hat er sogar seine Hauptrolle in der spanischen Erfolgsserie «El Internado» Ende Dezember auf Eis gelegt. In Los Angeles will er einen Intensiv-Schauspielkurs besuchen, um «noch mehr Erfahrung zu sammeln». Von einer Karriere in der US-Filmtraumfabrik Hollywood träumt er schon seit längerer Zeit. Der Wille, es schaffen zu wollen, sei wichtig, sagt der 40-Jährige.

Die Chancen stehen nicht schlecht: Einerseits hat Carlos Leal dieselben Schauspielagenten wie Penélope Cruz und einen Vertrag bei der spanischen Topagentur Kuranda, welche auch in den USA erfolgreich tätig ist. Andererseits sind Schauspieler mit Latino-Akzent in Los Angeles begehrt. «Als Schauspieler ist man mit 40 Jahren in einem guten Alter für spannende Rollen», so Leal.

Für die Auftritte von Sens Unik wird Carlos Leal zwischen Los Angeles und der Schweiz pendeln. Und auch für andere Engagements, denn sein Botschaftermandat für das Schweizer Bier Feldschlösschen Premium geht in eine weitere Runde. Bald soll er in einem TV-Spot seine weiblichen und natürlich vor allem auch männlichen Fans begeistern.

Allein geht der Schauspieler aber nicht nach Amerika. Mit dabei sind seine Frau Joe Kelly, ebenfalls Schauspielerin, und Söhnchen Elvis, knapp zwei Jahre alt. Und allein wird er sich in der Traumfabrik auch nicht durchschlagen müssen. Schliesslich gibt es andere Schweizer Künstler, die seit Jahren dort leben und mit denen Leal befreundet ist. Zum Beispiel Schauspielerin und Buchautorin Yangzom Brauen oder Stuntfrau Simone Bargetze. «Ich freue mich sehr auf eine spannende Zeit», sagt der Schweizer Shootingstar, der 2006 mit seiner Rolle als Casino-Chef im Bond-Film «Casino Royale» bereits Hollywood-Luft geschnuppert hatte. «Das war eine unglaubliche Erfahrung!»

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