Zwei ehemalige Ermittler der kanadischen Flugunfalluntersuchungsbehörde TSB wollen zum Schluss gekommen sein, dass es im Cockpit Magnesiumspuren gab, die von einer Bombe stammen könnten. Die Erkenntnisse seien nicht in den offiziellen Untersuchungsbericht geflossen. Hintergrund könnte ein angeblicher Diamanten-Diebstahl sein.

Der verantwortliche SF-Dokumentarfilmer Fritz Muri will sich nicht dazu äussern, wie fundiert die Angaben der Ex-Ermittler sind. Er könne nicht über eine Sendung reden, «die es noch nicht gibt».

Dafür hat sich eine von Muris möglichen Protagonistinnen für den Film bereits öffentlich geäussert. Bei Tele Züri sagte die ehemalige Swissair-Kommunikationschefin Beatrice Tschanz, sie sei «sehr erschüttert, dass wir vielleicht nicht die Wahrheit wissen». Doch Dokumente hat Tschanz nicht gesehen, sodass Zweifel an der neuen These angebracht sind. Laut dem offiziellen Untersuchungsbericht war vermutlich ein Kurzschluss die Ursache für den Absturz.

Dennoch verlangen jetzt Angehörige der 229 Todesopfer, dass die Katastrophe neu aufgerollt wird. «Als Angehörige wollen wir wissen, was wirklich passiert ist», sagt Manon Wolff, die beim Absturz ihren ehemaligen Lebenspartner verlor. Manfred Furter, dessen Frau als Flight Attendant auf Flug 111 arbeitete, spricht von einem «möglichen Attentat». An der Untersuchung des Unglücks, die rund 50 Millionen Franken kostete, waren gegen 5000 Personen beteiligt.

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