VON ARTHUR RUTISHAUSER

Der Kampf zwischen den Grossbanken und der Nationalbank um die Begrenzung der Risiken verschärft sich. Am vergangenen Donnerstag drohte UBS-Chef Oswald Grübel in einer Rede vor dem Zürcher Business Club offen damit, dass die Grossbanken ihren Sitz aus der Schweiz verlegen würden, wenn sie von den Aufsichtsbehörden gezwungen würden, sich als Holding zu organisieren.

Zweck einer solchen Organisation wäre es, die Grossbanken, namentlich die UBS, in Ländergesellschaften aufzuteilen und für die Steuerung eine zentrale Holding zu schaffen. Damit könnte man im Notfall das Schweizer Geschäft allein retten und die ausländischen Tochtergesellschaften in Konkurs gehen lassen. Das war letztes Jahr nicht möglich, als der Bund 6,8 Milliarden Franken einschiessen und die Nationalbank 60 Milliarden garantieren musste.

Nun brüten in Bern die Nationalbank und eine Gruppe unter der Leitung von Finanzdirektor Peter Siegenthaler über Szenarien, wie man dies ändern könnte. Eine Möglichkeit wäre die erwähnte Holdingstrategie, die auch SVP-Stratege Christoph Blocher und Uhrenunternehmer Nicolas Hayek fordern. Eine Holding-Organisation würde bedeuten, dass die Grossbanken in den einzelnen Ländern viel mehr Eigenkapital einsetzen müssten. Und das wäre sehr teuer.

Grübel sagte, dass es in einem solchem Fall in der Logik der Sache liegen würde, die Holding der Grossbanken im Ausland anzusiedeln. In diesem Zusammenhang erinnerte Grübel daran, dass die Grossbanken eine sehr wichtige Funktion für die hiesige Wirtschaft hätten, denn nur sie könnten Grosskredite von mehreren hundert Millionen stemmen. Die UBS wollte Grübels Aussagen nicht weiter kommentieren.

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