«GIACOBBO/MÜLLER»

1261858855.jpg

1261858855.jpg

Nicht nur in der «Arena», auch bei «Giacobbo/Müller» ist die SVP am besten vertreten: Sie stellt die meisten Gäste – und wird am häufigsten parodiert.

VON NICOLE KRÄTTLI

Die «NZZ am Sonntag» titelte vergangene Woche: «Tele Blocher am Leutschenbach» – dies weil die SVP klar am häufigsten in die «Arena» eingeladen wird. Der «Sonntag» wertete nun die Politsatire-Sendung «Giacobbo/Müller» aus, die doppelt so viele Zuschauer anzieht wie die «Arena», nämlich über eine halbe Million. Die Resultate:

Die Sendung, die es seit Januar 2008 gibt, wurde bislang 60-mal ausgestrahlt und von insgesamt 25 Politikern besucht.

Davon waren sieben aus der SVP, sechs aus der SP, jeweils vier von den Grünen und der FDP, zwei aus der CVP, einer aus der BDP und ein weiterer aus der Juso.

Die SVP schafft es somit auf den ersten Platz, dicht gefolgt von der SP. Auffällig ist die Untervertretung der Christdemokraten: Bisher schafften es gerade einmal zwei CVP-Politiker – Parteipräsident Christophe Darbellay und Ständerat Filippo Lombardi – in die Sendung. Gänzlich inexistent sind CVP-Politiker in den Sketches: Kein einziger wurde bislang parodiert. Die christliche Mitte scheint für die sonntägliche Satire-Sendung uninteressant zu sein. In den Polit-Sketches ist die Rechte und die Linke sehr gut vertreten:

Die SVP mit 15 Parodien, die FDP mit 9 und die BDP mit 4.

Die SP mit 8.

Auch hier zeigt sich also, dass die SVP absolute Spitzenreiterin ist. Die polarisierenden Aushängeschilder der Schweizerischen Volkspartei liegen bei «Giacobbo/Müller» hoch im Kurs und vermögen das Publikum bestens zu unterhalten. Den Zürcher SVP-Nationalrat Christoph Mörgeli überrascht dieses Ergebnis nicht, auch er lacht immer wieder über «sich selbst»: «Fabian Unteregger ist ein hervorragender Imitator.»

Die Tatsache, dass darauf geachtet wird, wie oft die SVP in politischen Sendungen erwähnt oder eingeladen wird, findet er ebenfalls äusserst amüsant. «Nun beklagt man sich sogar noch darüber, dass die SVP unverhältnismässig oft in die Pfanne gehauen wird. Wenn man uns selbst dieses Ergebnis missgönnt, weiss ich auch nicht weiter.» Giacobbo und Müller geben keinen Kommentar ab – die Satiriker machen Ferien.

Mehr Themen finden Sie in der gedruckten Ausgabe oder über E-Paper!

Artboard 1