VON SACHA ERCOLANI

Seit acht Tagen ist seine Freundin die offiziell schönste Schweizerin, doch der FCL-Profi Silvan Büchli (Marktwert 75000 Franken) scheint mit dem Riesen- rummel um die jetzt allseits begehrte Kerstin Cook (21) offenbar noch nicht klarzukommen: «Diese Woche wirkte er im Training sehr unkonzentriert. Silvans Kopf war überall, aber nur nicht auf dem Fussballplatz», verrät ein Mitspieler dem «Sonntag». «Auch wenn er sich für seine Freundin freut, so belastet Silvan die momentane Situation sehr. Er hat grosse Angst, Kerstin wegen des Missen-Titels zu verlieren.»

Auch Erfolgstrainer Rolf Fringer (53) habe das bemerkt und soll bereits mit dem sonst so knallharten Verteidiger, der unter Klubkollegen auch Eisenfuss genannt wird, ein Gespräch unter vier Augen geführt haben. Denn für Silvan Büchli geht es beruflich nun um alles: Nach seiner langen Verletzungspause und einem intensiven Aufbautraining wäre er physisch nun eigentlich wieder fit. Wenn er jedoch seine privaten Sorgen nicht in den Griff bekommt, droht ihm die Ersatzbank und im Extremfall erhält er dann gar keine Vertragsverlängerung. Auf Anfrage wollte weder Silvan noch die FCL-Klubleitung dazu Stellung nehmen.

Doch Miss Schweiz Kerstin Cook bestätigt im Gespräch mit der Zeitung «Der Sonntag» die Beziehungs-Turbulenzen: «Ja, wir haben den Rank noch nicht so ganz gefunden. Aber die ersten zwei Wochen sind sicher die schwierigsten», sagt die schöne Krienserin und findet tröstende Worte für ihren Silvan. «Ich weiss, es ist nicht einfach für ihn mit diesem Rummel.

Denn er muss sich nun auf sich konzentrieren und schauen, dass er im Sport weiterkommt.» Die Situation lege sich bestimmt wieder und es kämen bessere Zeiten, wo man sich öfter sehe. Kerstin: «Eine Garantie gibt es nie, doch ich setze alles daran, um mit Silvan zusammenzubleiben. Doch momentan bin ich im Dauereinsatz und habe wenig Zeit für die Beziehung. Dafür aber habe ich ein wirklich tolles und aufregendes Leben.»

Den bekannten Paartherapeuten Klaus Heer (67) überrascht es nicht, dass Kerstin und Silvan schon jetzt in einer Mini-Krise stecken: «Das Jahr als Miss bedeutet für die Beziehung ein grosses Risiko», so der Experte. Viele junge Männer würden es nur mit Mühe ertragen, wenn ihre Freundin plötzlich im Rampenlicht steht.

«Eine ganz normale Beziehung wird auf einen Schlag in die Öffentlichkeit katapultiert und somit nicht berechenbaren neuen Gefahren ausgesetzt.» Das Missen-Jahr als Beziehungskiller? Heer: «Missen geniessen die Möglichkeit vieler Kontakte und sind überall begehrt – natürlich auch als Frau. Das kann für eine Beziehung belastend bis bedrohlich sein.»

Eines ist nachweislich klar: Sollte Kerstins grosse Liebe zu Fussballer Silvan Büchli in den nächsten 12 Monaten halten, wäre sie die grosse Ausnahme unter Schönheitsköniginnen. Wie schwer das ist, musste sie schon in den ersten Tagen erfahren. Auch Kerstins Vorgängerin Linda Fäh (22) war bei ihrer Wahl noch «total verliebt» in Dejan Gavrilovic (23) – und dies schon ganze fünf Jahre. Doch neun Monate nach der Krönung zerbrach das grosse Glück. Fäh damals: «Wir haben uns auseinandergelebt.»

Den Missen in den Jahren zuvor ging es nicht viel besser: Ob Whitney Toyloy (2008), Amanda Ammann (2007), Lauriane Gilliéron (2005), Fiona Hefti (2004), Nadine Vinzens (2002), Jennifer Ann Gerber (2001), Anita Buri (1999) oder Sonia Grandjean (1998) – sämtlich Beziehungen der Schönheiten scheiterten während ihres Amtsjahres.

Es scheint, als würden die jungen Frauen bei der Übergabe der Krone, gleich auch einen Liebesfluch weiterreichen. «Man muss schon sehr gut aufpassen und sich während der Amtszeit zwingend auch Zeit für seinen Liebsten freischaufeln», rät Ex-Miss Tanja Gutmann (33) der Neu-Miss Kerstin. «Ihr Leben ist nun mindestens in den kommenden zwölf Monaten so abwechslungsreich, spannend und intensiv – und daher für einen Partner sehr schwierig dabei zu bleiben.

Man lebt sich tatsächlich auseinander.» Neben Christa Rigozzi (27) war die heutige TV-Moderatorin Gutmann eine der ganz wenigen Schönheitsköniginnen, welche ihre Beziehung über die Amtszeit hinaus retten konnten. «Es war aber sicher keine einfache Zeit und es hat unsere Liebe enorm auf die Probe gestellt.»

Auch wenn Kerstins Liebe am Missen-Jahr zerbrechen sollte, schon jetzt stehen die Verehrer Schlange: «Ich hatte in dieser Woche weit über 400 Nachrichten auf Facebook und mehr als 1000 Freundschafts-Anfragen», verrät Cook. «Und auch zu Hause bei meinen Eltern quillt der Briefkasten über.»

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