Es sei ihm nicht gelungen, vollen Einblick in die Bücher von Opel zu bekommen. Sein Konzern könne nicht wegen einer Notlage ausserordentliche Risiken eingehen. Grundsätzlich sei man aber offen für weitere Gespräche mit allen Beteiligten.

Fiat sei aber nicht bereit, sein Angebot nachzubessern. Das erste Spitzentreffen der Regierung mit Vertretern der US-Regierung und den Opel-Interessenten Fiat und dem österreichisch-kanadischen Zulieferer Magna in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag war ergebnislos abgebrochen worden.
Auch aus dem Umfeld des zweiten Bieters, dem kanadisch-österreichischen Zulieferer Magna, hiess es, die Einigungschancen nähmen minütlich ab. "Ein Ausstieg wird immer wahrscheinlicher", sagte ein Insider.

GM hatte überraschend einen neuen Finanzbedarf für Opel in Höhe von 300 Mio. Euro angemeldet, der bereits in den nächsten Tagen fliessen soll. Die Regierung hatte abgelehnt, diese Summe zu übernehmen.

Die Regierung hat den Interessenten für Opel und den US-Verhandlungspartnern eine Frist bis zum frühen Nachmittag gesetzt. Bis 14 Uhr soll eine von den Investoren, GM und der US-Regierung unterzeichnete Absichtserklärung vorliegen.

Bei dem erneuten Spitzentreffen am Nachmittag in Berlin geht es Regierungskreisen zufolge nicht darum, einen abschliessenden Deal mit einem Investor zu vereinbaren. Ziel sei vielmehr, die Brückenfinanzierung für Opel mit seinen 25000 Mitarbeitern in vier deutschen Werken sicherzustellen, sagte eine mit den Planungen vertraute Person. (mz/sda)