VON MAILA BERMEJO

Selbst einen Tag nach der Veröffentlichung des ersten Babyfotos auf Facebook schnellt die Zahl der Federer-Fans im Sekundentakt hoch.

Mit der Publikation des ersten Babyfotos seiner Zwillingstöchter Myla Rose und Charlene Riva am Freitagmittag ist Roger Federer der neuste Coup in Sachen Facebook gelungen. Es ist bezeichnend, dass der Tennisstar die Bilder nicht millionenschwer vermarktet hat, sondern seiner Facebook-Gemeinde exklusiv und kostenlos zur Verfügung stellt.

Roger Federer ist ein Star zum Anfassen - und dies nicht nur auf dem Tennisplatz, sondern auch in der virtuellen Welt des Internets. Er hat seine offizielle Fanseite auf Facebook zu einer Art Tagebuch gemacht, durch die er sich regelmässig an seine Fans und Freunde wendet.

Wie nahe sich die Facebook-Fangemeinde und der Star stehen, zeigen aber auch die knapp 4000 Bilder, die Fans aus aller Welt auf seine Seite geladen haben. Darunter private Kinderfotos von Roger, liebevoll gezeichnete Porträts und witzige Collagen - zum Beispiel Federer als König mit Krone und Schwert. Wäre der Ausdruck nicht schon belegt, man könnte ihn als König der Herzen bezeichnen.

Der Tennisstar pflegt den Kontakt zu seinen Facebook-Fans nicht nur mit unpersönlichen News-Updates, sondern mit privaten Nachrichten, Fotos und Videobotschaften. So bedankte er sich am Tag vor seinem historischen Wimbledon-Sieg in einem Clip bei seinen Facebook-Fans für ihre Unterstützung und plauderte entspannt lächelnd über seinen Gemütszustand.

Es kommt auch vor, dass Roger seine Community um Rat bittet, einen Restaurant-Tipp in Madrid etwa, oder welches Foto er als Profilbild raufladen soll. Die Fangemeinde kann so die Ups und Downs des Tenniskönigs hautnah miterleben und dankt es ihm mit manchmal Hunderttausenden von Feedbacks pro geschriebener Nachricht oder gepostetem Foto.