EINBÜRGERUNGEN

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Der Erfolg der multikulturellen U17-Fussball-nationalmannschaft soll politische Folgen haben.

VON PATRIK MÜLLER UND OTHMAR VON MATT

Heute kann die Schweizer U17-Nati Weltmeister werden. Um 19 Uhr beginnt der Final gegen Nigeria (ab 19 Uhr live auf SF 2). Zwei Drittel aller Schweizer Spieler haben ausländische Wurzeln. Das bringt jetzt Schub in die Einbürgerungsdebatte.

Peter Gilliéron, Präsident des Schweizerischen Fussballverbandes SFV, kritisiert: «Ich verstehe nicht jeden Einbürgerungsentscheid der Behörden.» So wurde dem Zürcher Fussball-Jungstar Josip Drmic die Einbürgerung verweigert.

Gilliéron fordert gegenüber dem «Sonntag»: «Es wäre gut, wenn die Einbürgerungen für junge Ausländer erleichtert würden. Wir würden schnellere und positivere Einbürgerungsentscheide begrüssen.»

Der SFV spielt den Ball der Politik zu, und die nimmt ihn auf. Die staatspolitische Kommission des Nationalrats hat bereits entschieden, dass Ausländer der dritten Generation einfacher eingebürgert werden sollen.

Auch die ständerätliche Kommission wird gemäss Rolf Büttiker (FDP/SO) zustimmen: «Das steht ausser Frage. Entscheidend ist, dass es ein Antragssystem gibt, um Missbrauch zu verhindern.» Dies ist so vorgesehen – im Gegensatz zur 2004 vom Volk abgelehnten Vorlage. Auch diesmal wird das Volk das letzte Wort haben.

Der SFV setzt sich weiter dafür ein, dass die Doppelbürger im U17-Team auch künftig für die Schweiz und nicht für ihr Ursprungsland spielen, wie etwa bei Mladen Petric (Kroatien) geschehen. Gilliéron: «Ottmar Hitzfeld wird persönlich Gespräche mit den Junioren führen.»

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Foto: Jamie McDonald - FIFA

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