VON SACHA ERCOLANI

Auch knapp acht Monate danach sitzt der Schock noch immer tief: «Ich habe diesen schweren Unfall nie richtig verarbeitet. Noch heute laufen oft die Bilder vor meinem Gesicht ab und dann zucke ich zusammen», verrät Miss-Schweiz-Finalistin Marion Stutz. «Und jedes Mal, wenn ich in irgendein Auto steige, kommt das Ganze hoch. Es war der schlimmste Moment in meinem Leben.»

Die Projektmanagerin aus Hochdorf LU hatte grosses Glück – «mehrere Schutzengel», wie sie selber sagt. Der Selbstunfall passierte an einem kühlen und regnerischen Sonntagmorgen bei der Autobahneinfahrt in Baar ZG. Marion fuhr mit ihrem ersten selber gekauften Auto, einem Mazda Cabriolet MX5, zu schnell um die steile Kurve und konnte den Wagen wegen der nassen Strasse nicht mehr kontrollieren.

«Das Auto drehte und überschlug sich, schleuderte quer über die Autobahn und prallte mit voller Wucht an die Leitplanke», so Marion, die danach für kurze Zeit ohnmächtig im Wagen lag. «Alles ging unglaublich schnell und als ich aufwachte, war schon jemand da, der mir aus dem Auto half. Dann kam der Krankenwagen und fuhr mich ins Spital.»

Zum Glück sei die Autobahn an jenem Morgen nicht stark befahren gewesen: «Eine Kollision mit einem anderen Auto hätte ich wohl kaum überlebt.» Marion Stutz kam mit dem Schock davon, ihr Wagen landete mit Totalschaden auf dem Schrottplatz. «Seit dem Unfall lebe ich viel bewusster, schätze Kleinigkeiten und freue mich über jeden Tag», so Marion.

Vor allem den jungen Autolenkern rate sie, vorsichtig zu fahren, denn «es ist so verdammt schnell etwas passiert». In ihrem «zweiten Leben», wie Marion es nennt, hat sie nun einen Traum: Sie will zur neuen Miss Schweiz gekrönt werden.

Bei diversen Online-Umfragen gehört die selbstbewusste Brünette zu den Favoritinnen. Kommenden Samstag ab 20.05 Uhr wird der grosse Final live aus der Arena in Genf auf SF 1 ausgestrahlt. Und für Marion gilt ganz besonders: Vorsicht bei der Fahrt in die Westschweiz.

Foto: MZ