Bis jetzt haben die Retter die beiden Alpinisten noch nicht erreicht, doch ein Arzt kam per Helikopter bis zu fünf Meter an die zwei Bergsteiger heran. Der Arzt sei aufgrund der Stellung der Körper im Schnee sicher, dass die beiden tot seien, sagte der Einsatzleiter Berg.

Da die beiden Leichen noch nicht geborgen sind, gibt die Rettungsstation Grindelwald Alter und genaue Herkunft der beiden Alpinisten noch nicht bekannt. Sie sagte lediglich, es handle sich um sehr gut ausgebildete Alpinisten.

Laut dem Grindelwalder Bergrettungschef Kurt Amacher stiegen die beiden Bergsteiger am Sonntagmorgen bei recht guten Verhältnissen in die Eigernordwand ein. Am Sonntagabend biwakierten sie im so genannten Bügeleisen. Entgegen der Abmachungen meldeten sie sich am Sonntagabend nicht bei den Angehörigen.

Als sie sich auch am Montagabend nicht gemeldet hatten, schlugen die Angehörigen Alarm. Die Rettungsstation Grindelwald wurde um 22 Uhr benachrichtigt. Um diese Zeit herrschte miserables Wetter; an eine Rettungsaktion per Heli war nicht zu denken.

Am Dienstag startete dann ein gross angelegter Rettungsversuch. Dies umso mehr, als der Vater von einem der Bergsteiger um rund 8.30 Uhr einen kurzen telefonischen Kontakt herstellen konnte. Er sagte, die beiden befänden sich bei den Eigerjöchern zwischen Eiger und Mönch.

Am frühen Mittwochmorgen entdeckte dann die Besatzung eines Rettungshelikopters an der Eigerwestflanke - also nicht ganz bei den Eigerjöchern - auf 3800 Metern Höhe die beiden Alpinisten. Danach flog ein anderer Heli den Arzt zur Stelle. Ein Landungsversuch beim Gipfel scheiterte am starken Wind.

Die beiden Leichen sollen nun laut Amacher so schnell wie möglich geborgen werden, doch wollen die Retter aber auch nichts riskieren. (mz/sda)


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