VON PETER BURKHARDT

Sie enthält 305 Mini-Filialen, denen die Schliessung droht, weil sie für einen rentablen Betrieb zu klein und nicht mit dem Computersystem der Post vernetzt sind. Am härtesten trifft es die Kantone Bern, Freiburg, St. Gallen, Graubünden, Tessin und Waadt. Im Taminatal bei Bad Ragaz SG beispielsweise könnte im Extremfall keine der drei Poststellen überleben, im Lugnez in Graubünden eine einzige.

Erstellt wurde die Liste von der Gewerkschaft Kommunikation. Sie stützt sich auf die Kriterien, welche die Post seit acht Jahren bei der Straffung ihres Filialnetzes anwendet. Die betroffenen Poststellen werden entweder ganz geschlossen oder durch eine Postagentur oder einen Hausservice ersetzt.

Die Post will zur Liste keine Stellung nehmen. Dass Kleinfilialen überprüft werden, hat sie aber bestätigt. Hinter den Kulissen laufen Verhandlungen mit den Sozialpartnern, betroffenen Angestellten und Gemeinden auf Hochtouren. Seit 2001 hat das Unternehmen sein Filialnetz drastisch abgebaut – von 3400 auf heute 2200 Poststellen. Ersatzlos gestrichen wurden allerdings nur 122 Filialen.

Lesen Sie die ganze Geschichte in der gedruckten Ausgabe oder über E-Paper!