Der FCB-Express rollt und rollt. Drei Tage nach dem gefeierten 1:0-Triumph in der Champions League gegen Bayern München gestaltete der FC Basel auch den Super-League-Alltag erfolgreich. Dank dem 12. Meisterschaftstor von Torschützenleader Alex Frei nach 56 Minuten bezwang der FCB nach einem harten Kampf bei miserablen Platzverhältnissen einen starken FC Zürich.

Noch in der Nachspielzeit allerdings hatten die Basler das Unvermögen des eingewechselten FCZ-Stürmers Amine Chermiti gebraucht, der nach einem Querpass von Josip Drmic das Kunststück fertiggebracht hatte, die Kugel aus kürzester Distanz nicht im Tor unterzubringen. «Das war die beste Chance des gesamten Spiels», sagte hinterher FCZ-Captain Mathieu Beda. «Wer solche Möglichkeiten nicht nützt, kann nicht gewinnen», sagte Trainer Urs Fischer und ergänzte: «Dabei haben wir fast alles richtig gemacht.»

In der Tat war der ersatzgeschwächte FCZ dem Tabellenführer ein ebenbürtigerGegner gewesen. Wie so oft in den letzten Jahren, als er in 18 Ligaspielen gegen Basel nicht mehr hatte gewinnen können, ehe er im August letzten Jahres, dank einem Chermiti-Tor in der Nachspielzeit, mit einem 2:1-Sieg im St. Jakob-Park, die Negativserie beendet hatte.

Gestern aber war wieder einmal entscheidend, dass die Basler mit Alex Frei über einen Stürmer verfügten, der eine Chance aus zehn Metern genützt hatte, die Joo Ho Park und Valentin Stocker vorbereitet hatten, derweil die Gäste ihre Abschlussmöglichkeiten durch Nikci, Zouaghi, Glarner, Drmic und Pedro vergaben und am Ende nach der ersten Niederlage im neuen Jahr mit leeren Händen dastanden.

Die Gastgeber aber hatten ihre Serie auf 15 Meisterschaftsspiele ohne Niederlage ausgebaut und auch an ihre nicht selbstverständliche Qualität angeknüpft, nach Champions-League-Spielen nicht nachzulassen. Nach dem 2:1 gegen Otelul hatten sie gegen Eschenbach 4:0, nach dem 3:3 bei Manchester gegen Servette 3:0, nach dem 0:2 gegen Benfica gegen den FC Zürich 1:0, nach dem 1:1 bei Benfica gegen Lausanne 3:2 und nach dem 3:2 bei Otelul gegen Wil im Cup 3:2 gewonnen. Einzig nach dem 2:1 gegen ManUnited hatten die Basler beim 1:1 in Neuenburg Punkte liegen lassen.

Gegen den FCZ hatten sie einige Anlaufschwierigkeiten bekundet, möglicherweise auch deshalb, weil Trainer Heiko Vogel im Vergleich zum Bayern-Spiel drei Viertel des Mittelfelds mit den frischen Spielern Jacques Zoua, Cabral und Valentin Stocker besetzt hatte und nur der erneut starke Granit Xhaka im Team geblieben war. «Vielleicht hat auch die Leidenschaft und die Bereitschaft, auf diesem Acker gewinnen zu wollen, den Ausschlag zum Sieg gegeben», sagte Vogel. Und zum dritten Mal seit seinem Comeback hatte Stocker entscheidenden Anteil am positiven Ergebnis gehabt.

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