VON PATRIK MÜLLER

Von der Schweizer Öffentlichkeit unbemerkt, wurde in Amerika ein spektakuläres Projekt beerdigt, in das die CS involviert ist: ein Erlebnis- und Gedenkpark zu Ehren von Elvis Presley (1935 bis 1977) am Las Vegas Strip, der berühmtesten Strasse der Kasinostadt. Der Kredit von 475 Millionen Dollar – unter anderem für den Kauf des Grundstücks – kam von der Credit Suisse.

Nun streitet die Bank mit dem Initianten des Megaprojekts vor einem US-Gericht, dem New York State Supreme Court. Wie viel Geld sich die CS ans Bein streichen muss, gibt deren Pressestelle nicht bekannt.

Sprecher Marc Dosch äussert sich einzig generell: «Solche Kredite wurden typischerweise verbrieft und an institutionelle, qualifizierte Investoren verkauft. Allfällige bei der Bank behaltene Anteile sind über die letzten zwei Jahre gemäss den Fair-Value-Bewertungsregeln abgeschrieben worden.»

Insgesamt hat die CS bei der Anleihenkategorie «Commercial Mortgage Backed Securities» (CMBS) in den vergangenen beiden Jahren fast 4 Milliarden Franken abgeschrieben. Die Bank will aber nicht konkret zum Elvis-Kredit Stellung nehmen; es bleibt offen, ob dieser die CS weiter belastet.

Fakt ist, dass das Aus für den Elvis-Park erst seit kurzem feststeht. Die Firma, die den Park aufbauen und betreiben wollte – die FX Real Estate –, war an der US-Technologiebörse Nasdaq lange Zeit ein Star, sogar noch letztes Jahr, als die Immobilienkrise bereits im Anzug war. Doch 2009 kam der Absturz ins Bodenlose. Seit drei Monaten sind die Aktien deswegen nicht mehr an der Nasdaq kotiert.

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Foto: STR New - Reuters