VON CLAUDIA MARINKA, FLURINA VALSECCHI UND LUKAS FÜGLISTER

Sportminister Ueli Maurer sagt gewaltbereiten «Fans» den Kampf an. Dem «Sonntag» präsentiert er einen restriktiven Massnahmenplan. Der brisanteste Punkt: Die Chaoten sollen durch Kameras identifiziert und deren Fotos dann im Internet veröffentlicht werden. Das soll die Täter in ihrem privaten und beruflichen Umfeld unter Druck setzen.

«Es darf von einem Arbeitgeber nicht mehr toleriert werden, dass ein Mitarbeiter übers Wochenende als Chaot in oder um Stadien seine Freizeit verbringt und am Montag in der Krawatte wieder am Arbeitsplatz erscheint», sagt Ueli Maurer.

Werden die Randalierer künftig an den Pranger gestellt, können Chefs fehlbare Mitarbeiter sanktionieren. Den Ein-satz des Internets zur «De-Anonymisierung von Chaoten», wie Maurer es formuliert, sei zweckmässig.

Für prüfenswert hält Maurer eine Registrierung der Stadion-gäste via Fan-Pass. Das heisst, dass Fans nur mit einer Registrierung in die Auswärtssektoren der fremden Stadien gelangen können. Nachdem im Nachgang zur «Schande von Basel» 2006 der Fan-Pass nach einer Testphase gescheitert war, soll es laut Maurer einen zweiten Anlauf geben. Weiter möchte er die Einführung von Schnellgerichtsverfahren prüfen.

Heute um 16.15 Uhr steigt das Spitzenspiel GC - Basel im Zürcher Letzigrund – am selben Ort, wo es vor einer Woche nach dem Spiel FCZ - Basel zu den schwersten Ausschreitungen seit zehn Jahren kam. Die zwei Extrazüge aus Basel werden diesmal bereits in Altstetten stoppen; die Fans können nicht wie letzte Woche bis in den Zürcher Hauptbahnhof weiterfahren.

Aber nicht nur der FCB und die beiden Zürcher Klubs haben gewaltbereite Fans: Insgesamt 18 Vereine, die Hälfte davon Eishockeyklubs, sind in der Hooligan-Datenbank erfasst, die der «Sonntag» erstmals vollständig veröffentlicht.

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