Dies gab Thomas Zeltner, Direktor des Bundesamtes für Gesundheit (BAG), in Bern vor den Medien bekannt. Die Schweiz hatte nach dem Beschluss der Pandemie-Phase 4 unter anderem den Sonderstab Pandemie eingesetzt. Das Gremium sei nun zum ersten Mal zusammengetreten.

In der Schweiz gab es bis Donnerstagmorgen einen bestätigten Fall der vom Virus A/H1N1 verursachten Grippe und 29 Verdachtsfälle, die sich in Abklärung befinden. Bei allen handelt es sich um Heimkehrer aus Mexiko.

Bestätigt wurde die Schweinegrippe bisher bei einem 19-jährigen Patienten aus dem Kanton Aargau. Der junge Mann, der nach einer vermeintlich negativen Diagnose am Mittwoch hatte heimkehren können, ist nun wieder im Spital isoliert.

Ein Grund zu neuer Beunruhigung sieht Zeltner derzeit nicht. In Europa gebe es derzeit fünf nachgewiesene Fälle von Schweinegrippe, sagte er. Neben dem Patienten in der Schweiz, den die WHO noch bestätigen müsse, gebe es je zwei Fälle in Grossbritannien und Spanien. Inzwischen ist am Flughafen Zürich der einzige wöchentliche Direktflug aus Mexiko gelandet. Kranke Personen oder Passagiere, die sich krank gefühlt hatten, waren nach Angaben des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) nicht an Bord.

Die rund 300 Passagiere des Ferien-Charters der Fluggesellschaft Edelweiss waren bereits beim Abflug im mexikanischen Ferienort Cancun einem Gesundheitscheck unterzogen worden, wie Sonja Zöchling, Mediensprecherin der Flughafenbetreiberin Unique, auf Anfrage sagte. (mz/sda)