VON SACHA ERCOLANI

Sie ist die bestgewählte Nationalrätin der Schweiz – keine Frau erhielt bei den Parlamentswahlen 2007 mehr Stimmen als sie. Und sie ist gemäss einer Studie von Politologen der Uni Lausanne auch die schönste Nationalrätin, wie das SF-Nachrichtenmagazin «10 vor 10» kürzlich berichtete.

Kein Wunder, ist die 33-jährige Natalie Rickli für People-Magazine hochinteressant. Bis jetzt lehnte sie deren Anfragen stets ab, diese Woche aber liess sich die Internet-Spezialistin bei Goldbach Media erstmals für ein Hochglanz-Magazin ablichten und verriet im Interview spannende persönliche Details.

Das Magazin «SI-Style» (ab morgen Montag am Kiosk) gewährte dem «Sonntag» Einblick in das glamouröse Porträt. «Als Teenie liebäugelte ich damit, Stewardess zu werden – absolvierte dann jedoch das KV», verrät Rickli. In der Politik sei sie eher zufällig gelandet. «Als Teenager hatte ich keine Ahnung, was «links» ist und was «rechts». Ich war eine völlig normale Jugendliche, die rebelliert hat, wie das alle tun in dem Alter.» Sie habe sogar auch gekifft.

Auf die Frage, ob sie den Lohn eines Schweizer Parlamentariers (mit Spesen 122 700 Franken) angemessen findet, gesteht die Winterthurerin: «Ich finde es zu viel. Das klingt wohl eher arrogant, doch halte ich es für ein Problem, weil man von diesem Lohn leben kann.

Es gibt Parlamentarier, vor allem auf der linken Ratsseite, die keinen Beruf mehr ausüben.» Auch zum Thema Frauen und Kopftuch hat sie eine klare Meinung. Die Ausländerinnen seien aufgerufen, sich unseren Sitten anzupassen. «Wenn ich im Ausland bin, als Touristin, gehe ich nicht schulterfrei in eine Moschee oder in einen Tempel. In Italien nicht einmal in die Kirche!», so Rickli.

Fragen zu Beziehung oder Kinderwunsch bleiben jedoch nach wie vor unbeantwortet. Natalie Rickli will auch in Zukunft weder über ihr Aussehen noch über ihr Privatleben öffentlich reden. Ihre Leidenschaft ist und bleibt die Politik. Sie möchte vor allem eines: «Mich für eine unabhängige und sichere Schweiz einsetzen.»

Lesen Sie morgen Montag das ganze Interview in der «SI-Style».

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