Apple-Millionen für Schweizer Fotografin?

Streit um das Foto mit dem Auge: Apple-Marketing-Chef Phil Schiller bei der Vorstellung des neuen MacBook Pro im Juni 2012. Keystone

Streit um das Foto mit dem Auge: Apple-Marketing-Chef Phil Schiller bei der Vorstellung des neuen MacBook Pro im Juni 2012. Keystone

Der Computerhersteller zahlte den SBB 20 Millionen – auch Sabine Liewald könnte reich werden.

Weil Apple für das neue iPad das Design der SBB-Uhr geklaut hatte, musste der Konzern soeben 20 Millionen Franken in die Schweiz überweisen – durchaus möglich, dass bald wieder eine ähnliche Summe aus Amerika eintrifft: «Ja, die Klage gegen Apple läuft und mein Anwalt in New York gibt sein Bestes», sagt Sabine Liewald am Telefon und bestätigt damit die Gerüchte um die Klage.

Zur Frage, ob sie bald Multimillionärin sei und wie viel Geld sie von Apple fordere, will sich Liewald nicht äussern. «Ich bin gespannt, wo das hinführt. Doch solange der Prozess läuft, kann ich absolut nichts dazu sagen.» Auch ihr US-Anwalt Dan Nelson will sich nicht zu den Details äussern.

Vor einem Monat hatte die Schweizer Fotografin eine Klage gegen den iPhone-Hersteller eingereicht, weil dieser ein Bild von ihr unrechtmässig für Werbezwecke verwendet haben soll. Apple habe die Nahaufnahme eines geschminkten Auges ausschliesslich zu Layoutzwecken bestellt, verwendete das Foto aber auch zu Marketingzwecken für das neue MacBook Pro.

Mit der Klage beim New Yorker Bezirksgericht fordert Liewald Schadenersatz für jede Verletzung der vereinbarten Lizenzierung sowie damit verbundene Gewinne und Anwaltskosten.

Trifft diestatsächlich zu, hat Liewald gemäss dem Basler Rechtsanwalt Georg Gremmelspacher gute Chancen, die Klage zu gewinnen oder einen lukrativen Vergleich zu erreichen. «Anders als in der Schweiz geht es in den USA um deutlich höhere Summen», sagt der Anwalt. Liewald habe somit grosse Chancen, bald sehr reich zu werden.

Mehr Themen finden Sie in der gedruckten Ausgabe oder über E-Paper!

Artboard 1