VON ARTHUR RUTISHAUSER

Joe Ackermann hatte eine gute Woche. Er hat sich bei der Deutschen Bank (DB) durchgesetzt. Er erhielt eine Verlängerung seines Chefvertrags. Für ihn ganz wichtig: Er konnte verhindern, dass sein Rivale, DB-Aufsichtsratspräsident Clemens Börsig, sein Nachfolger wurde.

In der Schweiz hingegen holt ihn eine Geschichte aus der Vergangenheit ein. Denn Recherchen des «Sonntags» haben ergeben, dass die Sulzer-Übernahme vom 20. April 2007 von ihm persönlich abgesegnet wurde. Brisant ist dies darum, weil die Finanzmarktaufsicht Finma die Rolle der DB untersucht und weil das Eidgenössische Finanzdepartement eine Strafklage eingereicht hat. Weiter hat die DB den Sulzer-Deal mit 830 Millionen Franken finanziert. Dies geht aus einer Untersuchung der Finma hervor, die dem «Sonntag» vorliegt.

Worum geht es? Ab Oktober 2006 bis zum 20. April 2007 haben die Österreicher Ronny Pecik, Georg Stumpf, Viktor Vekselberg und die Deutsche Bank über verschiedene Kanäle Aktien des Winterthurer Technologiekonzerns gekauft. Angeblich, so sagen die Beteiligten, alle unabhängig und auf eigene Rechnung. Plötzlich, am 20. Februar 2007, meldete die Deutsche Bank, sie hätte einen Anteil von über 5 Prozent der Sulzer-Stimmrechte. Pecik und Stumpf meldeten gar nichts, obwohl sie gemäss Finma bereits am 13. Dezember 2006 6,17 Prozent von Sulzer besassen.

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